Andachten

Kernaussagen der kleinen Propheten (1/12)

„Denn an Gnade habe ich Gefallen und nicht an Schlachtopfer, und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Brandopfern.“ (Hos 6,6)

Der Grundgedanke in Hosea ist die Liebe Gottes zum untreuen Volk Israel. Sie ehrten Gott durch ihre Opfer und hielten dies für ausreichend genug. Sie begriffen jedoch nicht, dass die Gnade (a.ü. Frömmigkeit o. Liebe o. Güte) zu anderen Menschen wichtiger ist sowie das Kennen des eigentlichen Wesens Gottes grundlegender ist, als platte Handlungen. Das möchte uns Gottes Wort auch heute lehren:

Höre endlich auf damit, plump deine Rituale wie stille Zeit und Gebet zu halten und dich damit zu begnügen. Höre auf damit, in Gottes Gegenwart in der Gemeinde zu erscheinen und sonst eher spärlich im Aufsuchen seiner Gegenwart zu Hause zu sein. Diese Taten sind zwar elementar wichtig für das geistliche Überleben, jedoch sinnlos ohne die Bereitschaft Gott richtig kennen zu lernen und Liebe den Menschen zu geben!

Gott verachtet und verbietet das Opfern nicht – Er verurteilt die Haltung dabei, welche losgelöst von Erkenntnis und Ausübung der Güte geschieht.
Hosea erfährt Gottes Herz der Liebe darin, dass er eine hurerische Frau heiratet – so wie Gott sich eben hurerischer Menschen in Liebe annimmt.

Möge Gott uns zeigen, wo unsere Gemeinschaft nur noch Routine ist und uns mehr dazu ermutigen: kenne Sein Wesen; dieses ist Güte und will anderen weiter gegeben werden!
Uns allen einen Tag mit offenen Augen, wo unsere Gemeinschaft nur noch Abspulen eines Programmes ist – und Bereitschaft Gott zu erkennen.