Andachten

Mein Erlöser lebt!

O dass doch meine Worte aufgeschrieben, o dass sie doch in ein Buch eingetragen würden, dass sie mit eisernem Griffel und Blei für immer in den Felsen gehauen würden: Ich weis, dass mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich, von meinem Fleisch los, Gott schauen…“ (Hiob 19,23-26)

Diese Verse sind eine echte Erquickung, wenn man das Buch Hiob liest, das so sehr von Leiden und Schmerzen geprägt ist, wie vielleicht kein anderes Buch der Bibel. Jedoch ist es sehr verwunderlich, wenn man sich vor Augen führt, zu welchem Zeitpunkt Hiob diese Wort ausspricht.

Hiob geht es sehr schlecht. Nicht einmal 2 Kapitel braucht es, um zu berichten, wie Hiob alles verliert, was er hatte, angefangen von seinen Tierherden über seinen Reichtum bis hin zu seinen Kindern. Ja, sogar seine Gesundheit wird ihm genommen. Er war menschlich gesehen am Tiefpunkt angekommen.

Doch trotz dieser scheinbar hoffnungslosen Situation, in der er sich befindet, fängt Hiob nicht an, Gott anzuklagen. Hiob weiß, dass er alles von Gott empfangen hat und dass Gott ihm kein Unrecht tut, wenn er das Gegebene wieder wegnimmt. Darüber hinaus verliert Hiob eine zentrale Tatsache nicht aus den Augen, die er auch dir und mir heute zuruft: „Ich weis, dass mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.“

Wenn wir von Gott in schwere Lebensumstände hineingeführt werden, in denen wir keinen Ausweg sehen und wir verzweifeln und aufgeben möchten, dann dürfen wir neu von Hiob lernen, weg von uns und unseren Umständen, hin auf Gott zu schauen. Egal wie dunkel und angsteinflößend das Leben um uns herum auch ist, Gottes Verheißungen stehen fest und geben Kraft, Mut und Zuversicht.

So wie Hiob seinen Blick nicht auf das Hier und Jetzt richtete, sondern auf seinen Erlöser, so dürfen auch wir, sofern Jesus Christus unser Herr und Heiland ist, darauf vertrauen, dass wir in seiner Hand geborgen sind und dass er uns sicher nach Hause, in seine Herrlichkeit führen wird, wo wir ihn dann schauen werden.