Andachten

Glaube aus der Predigt

„aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, das Gott, der nicht lügen kann, vor ewigen Zeiten verheißen hat — zu seiner Zeit aber hat er sein Wort geoffenbart in der Verkündigung, mit der ich betraut worden bin nach dem Befehl Gottes, unseres Retters —,“‭‭  Titus‬ ‭1,2-3‬ ‭

In diesen wunderbaren Versen, mit welchen Paulus den Titusbrief einleitet, stellt er mindestens zwei wesentliche Wahrheiten bezüglich der Errettung des Menschen dar.

Erstens sehen wir, dass das ewige Leben etwas ist, das Gott „vor ewigen Zeiten verheißen hat“. Gott bestimmte bereits vor der Erschaffung der Welt, dass es ein ewiges Leben gibt, welches Menschen gegeben wird. Es gibt Menschen, die dies leugnen und den Heilsplan Gottes mit dem Menschen als Notlösung ansehen, die angesichts des Sündenfalls geboren wurde. Aber sollte unser Gott wirklich „auf dem falschen Fuß erwischt worden“ sein? Nein! Die ganze Welt beugt sich Gottes souveränem Willen und alles muss geschehen wie er es will. Paulus gibt dieser Aussage den Zusatz, dass es Gott war, der das ewige Leben verheißen hat, „der nicht lügen kann“. Das heißt, wenn Gott etwas verheißt, trifft es schon allein deshalb ein, weil sein Wort das „Nicht-Seiende ruft, als wäre es da“ (Röm 4,17). Weil Gott es verheißen hat, wird es eintreten. Wie am Beginn der Zeit sprach Gott und es war da. So verhieß Gott den Seinen ewiges Leben. Ist das nicht wunderbar?

Zweitens sehen wir das Mittel, durch welches Menschen gerettet werden: die Verkündigung des offenbarten Wortes Gottes (Evangelium). Wie kann das sein? Römer 10,17 spricht davon, dass der Glaube aus der Verkündigung kommt und diese aus dem Wort Gottes. Wir lesen, dass Gott das Wort zu seiner Zeit offenbarte. Als die Zeit zur Verwirklichung seines Plans gekommen war, offenbarte sich Gott in Christus und Menschen kamen zum Glauben. Für Paulus war es die höchste Ehre mit der Verkündigung des Evangeliums betraut worden zu sein. Er führte den Befehl Gottes aus: predigen, weil Gott verordnet hat, dass der Glaube aus der Verkündigung kommt.

Was können wir heute von Paulus lernen? Zum einen dürfen wir uns freuen, dass Gott souverän seinen Heilsplan mit uns verwirklicht. Er hat es verheißen, dadurch wurde es Wirklichkeit. Zum anderen ist es die höchste Ehre für uns, dass wir Menschen das Wort Gottes verkündigen dürfen – das Mittel, durch welches Gott den Glauben im Menschen wirkt. Bedenken wir dieses Vorrecht und machen wir in Treue Gebrauch davon.