Andachten

Evangelium kurzgefasst

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du jemandem das Evangelium ganz kurz und prägnant weitergeben kannst? Ich habe dazu einen Bibeltext gefunden, der – wie wir sehen werden – alles notwendige enthält.

„Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, dass Er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist. Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt. Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.“‭‭ Apostelgeschichte‬ ‭10,42-44‬ ‭

Der Kontext dieser Begebenheit ist folgender: Nachdem Petrus eine Vision von Gott empfangen hat, spricht zum ersten Mal ein Jünger Jesu ausschließlich zu Heiden. Kurz weist er sie auf ihnen bekannte Dinge hin, nämlich Jesu Wirken und seine Kreuzigung. 

Dann spricht er Jesu Auferstehung an, die gemäß 1. Korinther 15 zentraler Bestandteil unseres Glaubens ist. Ohne die Auferstehung ist unser Glaube vergeblich und sinnlos (1. Kor. 15,16-19). Da Christus aber auferstanden ist, hat unser Glaube Sinn und wir bekamen die Hoffnung des ewigen Lebens. So weit so gut. Doch was ist der entscheidende Punkt, den Ungläubige erfahren müssen? 

Die ersten beiden Verse unseres heutigen Textes geben uns Aufschluss darüber: 

1) Gott hat Jesus zum Richter aller Toten und Lebenden eingesetzt. 

Niemand wird diesem Gericht entgehen. Alle werden einmal vor Jesu Richterstuhl erscheinen müssen (Off. 20,11-15). Den Aposteln wurde befohlen, dies allen zu predigen und eindringlich zu bezeugen.

2) Jeder, der an Christus glaubt, empfängt Vergebung der Sünden. 

Weiterhin sagt Petrus, dass bereits alle Propheten bezeugen, dass in Jesus Vergebung der Sünden zu finden ist – durch Glauben. Diese beiden Aspekte des Evangeliums sind untrennbar miteinander verwoben. 

Ohne Gericht sieht der Mensch die Notwendigkeit der Errettung nicht. Ohne Auferstehung gibt es ebenfalls kein Gericht. Die Proklamation der Auferstehung Jesu aus den Toten, sowie das Gericht Jesu über jeden Menschen gehen bei den Aposteln dem Bußaufruf voraus! Sie vermieden diese Bestandteile des Evangeliums nicht. Für sie waren diese nicht Nebensächlichkeiten, die Leute nur vom Glauben abschrecken. 

Lernen wir heute von Petrus, dass das Evangelium zunächst des Menschen Problem aufzeigen muss (gerechtes Gericht durch Jesus Christus). Danach dürfen wir durch Gottes Geist den Menschen befehlen Buße zu tun und dann fest darauf vertrauen, dass Gottes Wort nicht leer zurückkommt, sondern alles ausrichtet, wozu es gesandt wurde. (Jes. 55,10-11). Gott findet die Seinen an jedem Ort dieser Welt. Darum geh und verkündige das Evangelium und sei die Quelle, aus der Ströme lebendigen Wassers fließen! (Joh. 7,38)