Andachten

Sucht mein Angesicht!

Mein Herz hält dir vor dein Wort: „Sucht mein Angesicht!“ Dein Angesicht, o Herr, will ich suchen. (Psalm 27,8)

In diesem Psalm finden wir Davids Beschreibung von seiner Beziehung zu Gott und dementsprechend auch einige Wesenszüge Gottes, die David erkennen durfte.

Gottes Aufforderung an uns ist einfach: „Sucht mein Angesicht!“ Er verheißt uns sogar, dass er sich von uns finden lässt. Doch es gibt hierfür mehrere Voraussetzung. Zwei davon möchte ich anhand zweier Verse nennen:

  1. Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen! (Matthäus 5,8) Was ist mit einem reinen Herzen gemeint? Es bedeutet, dass es unverschmutzt, ungeteilt und unvermischt ist. Es ist vereint. Der Mensch der ein reines Herz hat, wünscht sich nichts mehr, als dass sich all sein Denken, Fühlen und Tun auf Gott ausrichtet.
  2. Der Herr zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten, und sein Bund dient dazu, sie zu unterweisen. (Psalm 25,14) Es gibt wichtige Fragen, die wir uns immer wieder stellen müssen: Wachsen wir in der Furcht des Herrn? Sind wir uns seiner Majestät, Reinheit und unverdienter Freundlichkeit mehr bewusst als vor einem Jahr? Die Gottesfurcht ist sowohl Voraussetzung als auch Folge der Gotteserkenntnis.

Gottes Angesicht zu suchen hat für ihn höchste Priorität, ihn zu finden ist für ihn das Wertvollste, das es gibt. Wer ihn erkennt, kann mit David einstimmen, der einen Wunsch über alle anderen Wünsche gestellt hat:

Eines erbitte ich von dem Herrn, nach diesem will ich trachten: dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des Herrn zu schauen und [ihn] zu suchen in seinem Tempel. (Psalm 27,4)

Selbstprüfung:

In welchen Bereichen unseres Lebens hat Gott nicht oberste Priorität? Welche Wünsche stellen wir über den Wunsch, Gott zu kennen? Denken wir über unseren Tagesablauf nach und darüber, wie wir unsere Zeit nutzen. Überlegen wir, welche Dinge in uns die größte Freude hervorrufen.