Andachten

Von vier Männern getragen – Umgang mit geistlich Kranken

Und sie kommen zu ihm und bringen einen Gelähmten, von vieren getragen. Und als sie wegen der Volksmenge nicht nahe zu ihm kommen konnten, deckten sie das Dach ab, wo er war; und als sie es aufgebrochen hatten, ließen sie das Ruhebett hinab, auf welchem der Gelähmte lag. Als Jesus aber ihren Glauben sah, spricht er zu dem Gelähmten: Kind, deine Sünden sind vergeben.
(Markus 2,3-5)

In diesem Abschnitt geht es um vier Männer die sich für einen kranken, schwachen Gelähmten einsetzten. Es geht um Männer, die das Leid eines Mannes sahen und sich seiner annahmen. Männer, denen es nicht egal war, wie es mit dem Gelähmten weitergeht, die ein Auge für diesen Mann hatten und die ein Herz für diesen Mann hatten .

Ich hab mir die Frage gestellt: Hätte es nicht gereicht, wenn diese vier Männer den gelähmten Mann nur zu dem vollen Haus gebracht hätten?
Somit hätten sie es ja zumindest versucht, aber leider, war das Haus in dem Jesus war, schon voll.
Somit hatten sie sich zumindest auf den Weg gemacht.
Somit hatten sie dem gelähmten Mann gezeigt, dass sie ihre Zeit, Kraft und Mühe für ihn bereit stellten.
Somit könnte man ihnen auch nicht nachsagen, dass sie lieblos wären oder es nicht versucht hätten.

Hätte dies alles nicht gereicht?

Nein, es hätte nicht gereicht! Weil der Mann noch nicht bei Jesus war.
Also stiegen sie auf das Dach, deckten es ab und ließen ihn zu Jesus runter.

Was für ein Eifer hatten diese Männer! Was für ein Herz hatten diese Männer! Was für eine Selbstlosigkeit hatten diese Männer!

Wie ist es mit uns? Wie stehen wir speziell zu den geistlich Kranken in unserem Umfeld? Ich denke jeder von uns hat in der Familie, Freundeskreis, Bekannte, Nachbarn, Kollegen, die noch zu Jesus geführt werden müssen. Die immer noch unter der Macht der Sünde stehen. Die immer noch unter dem Zorn Gottes stehen!
Sind uns solche Menschen noch ein Anliegen? Ist uns noch bewusst, dass wir es hier mit Menschen zu tun haben, die verloren gehen?

Und wenn ja, hören wir bei dem kleinsten Gegenwind (wenn das Haus schon voll ist) auf, auf Jesus hinzuweisen oder für diese Person zu beten?
Wie oft beten wir vielleicht für eine Person und hören irgendwann auf, für diese Person zu beten, weil wir meinen, da tut sich einfach nichts und wir keine Hoffnung mehr sehen. Oder wir hören einfach auf, für sie zu beten, weil wir den Zustand der Person vergessen haben, oder er uns einfach nur egal ist.
Lasst uns doch von diesen vier Männern Folgendes lernen:

1) Ein Verständnis dafür haben, dass wir es um uns herum mit Menschen zu tun haben, die ohne Jesus verloren sind!

2) Das Ziel vor Augen haben, verlorene Menschen zu Jesus zu führen!

3) Nicht aufgeben, auch wenn es noch so aussichtslos erscheint!

4) Glauben, dass Jesus die Menschen wirklich retten kann!