Andachten

Kernaussagen der kleinen Propheten (3/12)

„Und Amos antwortete und sprach zu Amazja: Ich war kein Prophet und war kein Mitglied der Prophetenschule, sondern ich war ein Viehhirt und züchtete Maulbeerfeigen. Und der Herr nahm mich hinter dem Kleinvieh weg, und der Herr sprach zu mir: Geh hin, weissage meinem Volk Israel.“ (Amos 7,14-15)

Amos ist der einzige Prophet der Bibel, welcher über seine Tätigkeit vor dem Prophetendienst spricht. Das macht diesen Propheten so besonders. Im heutigen Vers drückt er in großer Bescheidenheit aus, dass seine Herkunft äußerst unbedeutend und seine Tätigkeit recht niedrig angesehen ist. Bereits die Hebräer erlebten die alltägliche Abneigung, da sie „nur Schafhirten“ waren.
Trotz dieser Gegebenheiten nimmt Amos jedoch seinen Dienst wahr! Er akzeptiert, dass Gott ihn senden will, um Israel Gericht zu verkündigen und es in die wahre Anbetung führen soll.
Hierfür braucht Amos keine Vorbildung, kein Studium, keine menschliche Beurteilung und Auszeichnung noch sonstige Qualifikationen! Gott ist es, der ihn qualifiziert und ihn durch Amazja ermutigt.
Vielleicht bist du auf einer Freizeit eingeteilt, oder steckst in der Vorbereitung eines Dienstes für Gott oder es stehen geistliche Gespräche und Herausforderungen bei dir an? Ganz gleich was dir begegnen wird, der Herr ist es, der uns ausrüstet und mündig macht, den Aufgaben gerecht zu werden! Schaue nicht auf diesen Verkündiger oder jenen Musiker oder sonst einen dienstbaren Christen, schaue auf den Herrn, welcher dich -egal welche Vorbildung und Qualifikation du mitbringst- zurüsten möchte! Amos hat es erlebt, lasst uns von Amos lernen!

Gott ist es, der Seinen guten Heiligen Geist in Seine Kinder hineinlegt, um sie zu befähigen. Dies hat Gott bereits großartig bei der Himmelfahrt Seines Sohnes bewiesen, indem er unbedeutende und durchschnittlich gebildete Männer zu Aposteln ausrüstete und ihnen die Kraft des Heiligen Geistes eine Ausrüstung für den Dienst in der Gemeinde mitgab.
Vergessen wir jedoch dabei nie: Verstecken wir uns hinter unserem unbedeutenden Hintergrund oder den menschlich betrachtet fehlenden Qualifikationen, so beleidigen wir unseren Schöpfer, der jedem von uns Gaben und Aufgaben zuteil werden lässt. Zurückziehen bedeutet, Gottes Ausrüstung -und schlussendlich ihm selbst- nicht zuzutrauen, dass Er uns brauchbar gemacht hat.

Ich wünsche uns allen einen mutigen Tag, an welchem wir auf DEN schauen dürfen, der uns unabhängig unseres Standes, Bildung oder Qualifikation gebrauchen will!