Andachten

Was bin ich bereit, Gott zu geben?

Und es machten sich auf die Häupter der Väter von Juda und Benjamin, und die Priester und die Leviten, ein jeder, dessen Geist Gott erweckte, hinaufzuziehen, um das Haus Jehovas in Jerusalem zu bauen.“
‭‭(Esra‬ ‭1,5) ‭

Alle, die Gott dazu bereit gemacht hatte, sein Haus in Jerusalem wieder aufzubauen, brachen unverzüglich auf: die Sippenoberhäupter der Stämme Juda und Benjamin mit ihren Angehörigen, die Priester, die Leviten und viele andere.

Was wir im ersten Moment als selbstverständlich erachten, ist gar nicht so selbstverständlich. Die Israeliten lebten schon 70 Jahre im Babylonischen Reich. Jeremia forderte die Israeliten schon zu Beginn dieser Zeit auf, sie sollen sich häuslich niederlassen, denn sie werden mindestens für die nächsten 70 Jahre in diesem Land bleiben.

„Bauet Häuser und bewohnet sie, und pflanzet Gärten und esset ihre Frucht. Nehmet Weiber und zeuget Söhne und Töchter, und nehmet Weiber für eure Söhne, und eure Töchter gebet Männern, damit sie Söhne und Töchter gebären; und mehret euch daselbst, und mindert euch nicht.“
‭‭Jeremia‬ ‭29:5-6‬ ‭

Viele dieser Menschen waren noch nie in Israel. Die meisten waren nämlich in diesem Reich groß geworden. Die Aussicht in ein Land zu ziehen, um dort aus Trümmern wieder etwas Neues aufzubauen, war nicht besonders reizvoll.
Aber alle, die Gott dazu bereit gemacht hatte, sein Haus in Jerusalem zu bauen, brachen unverzüglich auf. Sie waren bereit, Bekanntes zu verlassen und zwar für immer. Sie waren bereit, in eine ungewisse und auch vielleicht unbequeme Zukunft zu investieren. Sie waren bereit, ein großes Opfer zu bringen. Warum?
Weil Gott es Ihnen eingab.

Ich musste mich neu fragen, wie das bei mir aussieht. Gott verlangt von mir/uns als heilige Priesterschaft Gottes, Ihm wohlgefällige Opfer zu bringen (1. Petrus 2,5).
Gott möchte, dass wir ihm auch Opfer bringen. Aber oftmals ist diese Opferbereitschaft sehr träge. Wenn man da nur mal das Thema Zeit anschaut, welche Zeiten bekommt Gott. Bekommt Gott die beste Zeit des Tages oder nicht?
Oder bekommt Gott überhaupt noch etwas von unserer Kraft oder ist es etwas anderes, was unsere Kraft raubt?

Die Leute aus dem Exil gaben alles auf für ein Leben, welches auf den ersten Blick nicht so schön war und obendrein ungewiss. Aber sie waren bereit, Gottes Rufen zu hören und ihr bisheriges Leben aufzugeben.

Was bin ich bereit, Gott zu geben?