Andachten

Kernaussagen der kleinen Propheten (5/12)

„Und der Herr sprach: Du erbarmst dich über den Wunderbaum, um den du dich nicht gemüht hast und den du nicht großgezogen hast, der als Sohn einer Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zugrunde ging […]?“ (Jona 4,10)

Ein sehr eigenartiger Vers aus dem wohl bekanntesten Buch der kleinen Propheten, oder? Dieser Vers spiegelt aber am Ende des Buches das wider, was sich komplett durchzieht: Gottes Führungen in allen Dinge im Leben, egal ob groß oder klein!
Nicht der widerwillige Jona ist der Hauptprotagonist im Buch, auch das sündige Ninive ist nicht das Herzsstück des Buches oder der mächtige Fisch – es ist Gott! Gott und Sein souveränes Führen ist die zentrale Botschaft des Buches!
Der Sturm wurde explizit von Gott erwirkt (1,4), der Fisch war von Gott geschickt (2,1), der Wunderbaum kam pünktlich von Gott (4,6) und der zerstörerische Wurm kam auch auf Gottes Bestellung hin! (4,7).
Gottes Absicht war es, Ninive zu retten, Gottes Ziel war es, den Propheten Jona und uns auf Seine Macht und großartige Führung zu verweisen.
Auch du und ich sollen heute wissen: Was uns auch begegnet, widerfährt oder in unserem Alltag an angenehmen und widerwärtigen Sachen zustößt: Diese sind alle von Gott geschickt! Amos fragte einst rhetorisch: Gibt es denn ein Unglück in der Stadt und der Herr hätte es nicht bewirkt? (Achtung: nicht zugelassen sondern bewirkt! Amos 3,6) Die Antwort ist: Nein, das gibt es nicht!
„Der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, den Frieden mache und das Unglück schaffe – ich der Herr, bin es, der dies alles wirkt. (Jes 45,7)

Lässt Gott also etwas zu? Nein, Gott lässt auch nichts zu! Er wirkt es!

Sind wir uns doch bitte heute bewusst: Der Auftrag an uns Christen ist klar, so wie an Jona auch. Aber alles was auf uns heute auch einwirken mag – Gott schickt alles mit einem Ziel: seine Führung und Hand über allem zu erkennen und uns Ihm hinzu wohlgefällig zu verändern.