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Buchbesprechung: Der kompromisslose Kampf

Wayne A. Mack, Buchautor, gibt in diesem Werk einen ausführlichen Überblick über das große Thema der Sünde, ihren Ursprung, ihre drastischen Folgen und zeigt einen biblischen Weg auf, die Sünde zu bekämpfen. Jedes der 13 Kapitel endet mit einigen praktischen Fragen zur Anwendung.

Inhalt

Teil 1: Warum gegen Sünde kämpfen?

Im ersten Teil des Buches beschreibt der Autor die Natur der Sünde, ihre Verabscheuungswürdigkeit, ihre tyrannische Art und ihr zerstörerisches Wesen. Er zeichnet ein klares Bild davon, welche Wichtigkeit ein korrektes Verständnis von Sünde hat und auf welche Weise ein falsches Sündenverständnis das eigene Leben aber auch das Leben anderer beeinflusst. Er erklärt anhand verschiedener Bibelstellen was mit Sünde eigentlich gemeint ist: Sünde ist 1. Rebellion, 2. Perversion, 3. Leere, 4. Vertrauensbruch, 5. Abweichung vom richtigen Weg und 6. ein Angriff gegen Gott.

Wir werden durch verschiedene Umstände oftmals dazu versucht, die Ernsthaftigkeit der Sünde herunterzuspielen. Der Autor weist auf diese Bereiche hin und liefert Gründe, warum es so leicht ist, eine lockere Einstellung zur Sünde zu haben, z.B. unser betrügerisches Herz – es lügt uns vor, dass Sünde etwas Schönes, Erfüllendes sei.

Sünde beschmutzt uns, Sünde erleichtert weitere Sünde, sie kann gepflegt werden (vgl. Röm 13,14) sie will uns zerstören – das macht die Tyrannei der Sünde aus. Sie wird in der Bibel und auch in diesem Buch beschrieben als Dummheit (vgl. Spr 14,9). Es ist nicht klug zu sündigen, ja es ist pure Naivität und Einfältigkeit, weil die Begierden, die zur Sünde reizen, immer lügen.

Ein großer Grund, warum wir Sünde nicht ernst nehmen, sieht Mack darin, dass wir Gottes Gericht nicht ernst nehmen. Was für Gott eine Ewigkeit in der Hölle wert ist, wird vom Menschen dreist bagatellisiert. “Das ist einer der Gründe, warum Gottes Propheten sein Volk aufforderten, die Sünde so zu sehen, wie sie ist – darüber traurig zu sein, sie zu bekennen, sie aufzugeben …” (S. 45). Unser schrecklicher Zustand der Sünde, aus dem Jesus uns gerettet hat, ist den Menschen oft viel zu wenig bewusst. Wir hingen über dem Feuersee, der Zorn des allmächtigen Gottes stand gegen uns, die Konsequenz der Sünde war unvorstellbar schwer. In diesem Licht müssen wir auch jetzt die Sünde betrachten.

Teil 2: Wie man die Sünde tötet

Im zweiten Teil des Buches erklärt der Autor, was es bedeutet, die Sünde zu töten (vgl. Kol 3,5; Röm 8,13b). Es beginnt alles mit einem klaren Bewusstsein der eigenen Sündhaftigkeit. Wir müssen erkennen, wo Sünde uns Probleme macht, um ihr die Macht zu entziehen, die sie über unser Leben haben will. Die Sünde zu töten, bedeutet nicht, sie komplett aus unserem Leben auszurotten; das ist nicht möglich, doch wir können den Einfluss und die Kraft, die sie auf uns ausübt immer mehr minimieren. Dazu fordern uns die zwei oben genannten Stellen auf.

Beim Töten der Sünde sind wir nicht auf uns allein gestellt. Wir haben in uns den Heiligen Geist, in dessen Einflussbereich wir leben, der uns das Wort Gottes verstehen lässt une der in uns den Wunsch weckt, das zu tun, was er uns durch Gottes Wort zeigt. Der Tod Christi hat für das Töten unserer Sünde eine zentrale Bedeutung, weil durch diesen Tod die Macht der Sünde ein für alle Mal gebrochen wurde; wir sind den Sünden gestorben (1. Petr 2,24).

In dem neunten Kapitel gibt Mack sehr hilfreiche Ratschläge, die sich auf die verschiedenen Zeiten beziehen, die wir als Christen durchlaufen und die unterschiedliche Risikopotenziale für die Sünde bieten. Es gibt Zeiten in denen das Einfallstor der Sünde weit offen steht, wie z.B. Untätigkeit oder Zeiten des besonderen geistlichen Segens, die uns oftmals in die Lässigkeit führen (S. 92-96).

In diesen Zeiten gilt es besonders, wachsam zu sein und mit Gebet und Bibellese den Versuchungen ihre Kraft zu entziehen.

Ein weiteres Argument, das Mack für den Kampf gegen die Sünde vorbringt, ist die Wichtigkeit, sich den Angeboten der Sünde zu verschließen. Ein großer Teil des Kampfes gegen Sünde findet in der Vorbereitung statt. Bevor die Versuchung überhaupt an uns herandringen kann, müssen wir uns vor ihr schützen. In dem letzten Kapitel, indem der Autor noch einige abschließende Ratschläge zum Thema “die Sünde töten” gibt, findet sich ein Gebet, dass ich für einen Christen, der seine Sünde wirklich bekämpfen möchte, sehr passend finde: “… Ich stimme dir zu, dass die Versuchung, die aus meinem Inneren und von außen auf mich einstürmen, zu stark für mich sind. Ich brauche dringend deine Hilfe. Herr, ich komme noch nicht einmal mit der Falschheit meines eigenen Herzens zurecht. Manchmal, wenn ich glaube, ehrlich zu sein, betrügt mich mein sündiges Herz. O Gott, ich bin hilflos ohne dich. Ohne deine Gnade kann ich nichts Gutes tun. Bitte hilf mir.” (S. 138-139).

Fazit

Ein äußert hilfreiches Buch, das Thema “(Kampf gegen) Sünde” sehr gut auf den Punkt bringt. Für Christen, die wirklich eine lebendige Beziehung zu Gott führen wollen und im Glauben und der Gotteserkenntnis wachsen wollen, ist der bewusste Kampf gegen Sünde unerlässlich. Eine Unterstützung dazu bietet dieses Buch, indem es dem Leser die vielen Angriffsfelder und Folgen der Sünde anschaulich und leicht verständlich vor Augen malt.