Andachten

Das Wort Gottes (1): Wohl denen…

Das Wort Gottes, welches wir in Form der Bibel in Vollständigkeit besitzen, hat sehr viele Eigenschaften, die für uns von unschätzbarem Wert sind und in denen unerforschliche Reichtümer verborgen sind. Diese wollen wir fortlaufend im Psalm 119 genauer betrachten um unsere Einstellung gegenüber der Bibel und damit dem von Gott gegebenem Wort zu prüfen.

Wohl denen, die im Weg untadelig sind, die wandeln nach dem Gesetz des Herrn! Wohl denen, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen, die auch kein Unrecht tun, die auf seinen Wegen gehen!
Psalmen 119,1‭-‬3

Der Psalmist beginnt seine Lobeshymne auf Gottes Wort mit der Feststellung, dass es gewissen Menschen wohl ergeht; man könnte auch sagen, dass diese Menschen glücklich zu preisen oder glückselig sind. Das hebt diese Menschen von dem Rest der Menschheit ab. Er führt ihr Wohl auf eine Grundlage zurück, die man in verschiedene Kategorien unterteilen kann, die aber alle aufeinander aufbauen.

Es geht im Prinzip um den tadellosen Wandel, der nur geführt werden kann, wenn man auf Gottes Rechtsbestimmungen und Anordnungen achtet und nach ihnen lebt. Das setzt voraus, dass man Gottes Gegenwart sucht, auf seine Stimme hört und ihr folgt. Damit haben wir zwei Kategorien:

1. Das Hören, welches oft das eifrige Suchen von Gottes Angesicht erfordert. Das heißt für uns, dass wir uns darum bemühen, herauszufinden, was Gott uns sagen möchte und dass wir uns eifrig die Dinge aus der Bibel erarbeiten, nach denen wir dann unser Leben ausrichten.

2. Das Tun. „Die kein Unrecht tun“, „die auf seinen Wegen gehen“. Das ist aktives Handeln. Erst wenn wir vom Hören zum Tun übergehen, kann uns das Urteil Jesu gelten: „ein kluger Mann, der sein Haus auf Felsen baute“ (vgl. Mt 7,24).

Lasst uns danach streben, zu solchen klugen Männern und Frauen in den Augen Gottes zu werden und die Vorrechte und Schätze, die Er für und bereit hält, mit Freuden in Anspruch nehmen, indem wir ihnen eifrig nachjagen.