Andachten

Das Wunder des Glaubens

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es. 

Epheser 2,8

Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht über das Wunder des Glaubens? Ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber zum Zeitpunkt meiner Bekehrung kannte ich die Fakten des Evangeliums schon lange. Dennoch war ich ein schrecklicher Heuchler und wollte nicht mehr als unbedingt nötig mit Gott zu tun haben. Als ich zum Glauben kam, wurden mir keine neuen Wahrheiten verkündigt; ich war zunächst nicht besonders emotional bewegt über neue Erkenntnisse.

Was war anders, als ich das erste Mal glaubte? Was ist das Besondere daran, wenn Kinder gläubiger Eltern zum Glauben kommen, denen der Heilsweg schon so oft vor Augen geführt wurde? Ich bejahte die Fakten der Bibel schon immer, doch als Christus mir Glauben gab, war es anders.

Zum ersten Mal begann ich Schrecken zu empfinden, wegen des Zornes Gottes, der durch meine Sünde auf mir war. Es folgte ein etwa zweiwöchentlicher Kampf, währenddessen ich Gott täglich um Gnade anflehte und ihn bat mich zu erretten. Ich konnte nicht glauben, dass er jemandem wie mir vergeben würde, der ich von klein auf alles wusste, ihn aber täglich verleugnete, heuchelte und nichts mit ihm zu tun haben wollte.

Mein Gebet um Gnade änderte sich nicht – jeden Tag flehte ich um Vergebung – bis Gott mir Gnade gab.

Als Gottes Zeit gekommen war, verband sich der Heilige Geist mit den Worten des Evangeliums, welches ich unzählige Male zuvor gehört hatte. Doch dieses Mal blieb nicht alles beim Alten. Wie Gott am Beginn der Schöpfung durch sein Wort alles erschaffen hatte, erschuf er in mir einen neuen Menschen durch die Kraft seines Wortes. Er sprach und es war da. Mir war Glaube geschenkt, dadurch, dass der Heilige Geist seine Kraft durch das Evangelium wirken ließ, das mir treue Diener Gottes immer wieder verkündigt hatten.

Auf einmal konnte ich glauben, dass er mich angenommen hatte. Er starb auch für mich und rettet mich durch Seine Gnade und zu Seiner Zeit. Ich war gefunden – überwunden von der Liebe Jesu, der für mich gestorben war. Gott sei die Ehre für das Wunder des Glaubens, dass Er auch in mir wirkte!