Andachten

Kernaussagen der kleinen Propheten (7/12)

Ein eifernder und rächender Gott ist der Herr, ein Rächer ist der Herr und voll von Grimm; der Herr übt Rache an seinen Widersachern und trägt seinen Feinden nach. […] Der Herr ist gütig, er ist eine Festung am Tag der Drangsal; und er kennt die, die zu ihm Zuflucht nehmen. (Nah 1,2.7)

Was für scheinbar gegensätzliche Verse wir hier haben: Einmal einen harten und einmal einen sanften Gott. Dies widerspricht sich jedoch keineswegs, denn unser Gott ist in all Seinem Tun und Wesen schlüssig.
100 Jahre nach Jonas Auftritt in Ninive und der verbundenen Buße der 120.000 Menschen, ist die Generation danach genau so sündig wie Ninive damals, bis auf ein paar Ausnahmen, welche sicherlich von ihren Eltern und Großeltern über die Geschichte Jonas unterrichtet wurden.

Wir sehen heute eine phantastische Medaille Gottes: Seine Eifersucht!

Eifersucht ist nicht Neid. Neid ist, wenn mein Nachbar Millionär ist und ich nicht. Bin ich auch Millionär, ist mein Neid gestillt. Eifersucht ist, wenn mein Nachbar Millionär ist und ich nicht. Werde ich auch Millionär stillt das meine Eifersucht nicht, denn ich möchte alleiniger Millionär im Dorf sein.
So ist Gott auch: Er ist eifersüchtig. Er will allein Seine Position beanspruchen, eine wunderbare Eigenschaft Seines Wesens. Er allein möchte das Alleinstellungsmerkmal der Zuflucht und der Unterwerfung sein, und sonst niemand neben ihm.

Dank der Medaille Seiner Eifersucht kommen zwei krasse Seiten zum Ausdruck:
Eine Seite sinnt zurecht auf Zerstörung und Vernichtung derer, welche Ihn reizen.
Die anderer Seite drückt Sanftmut und Gnade aus, weil man bei ihm allein Zuflucht sucht und sonst bei niemand anderem.

Lasst uns heute Gott ein Stück besser kennen lernen und uns an Seiner Eifersucht erfreuen. Sie ist es, welche Nahum der Stadt Ninive präsentierte und das Volk entweder in die eine oder andere Seite der Medaille biss.
Gottes Liebe ist Eifersucht, die mit Eifer sucht: Entweder zum Tod oder zum Leben!