Andachten

Das Wort Gottes (3): Unsere Blindheit gegenüber dem Wort

Gewähre deinem Knecht, dass ich lebe und dein Wort befolge! Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz! (Psalm 119,17‭.18)

Der Psalmschreiber erkennt hier an, dass es der Gnade Gottes bedarf, sein Wort zu verstehen und danach zu leben. Er erkennt an, dass er wie blind vor Gottes Wort steht und dass das Wort noch viel größere Wunder birgt, als er zu erfassen in der Lage ist.

Wenn einem Blindgeborenen das Augenlicht gegeben wird, ist seine Freude unvorstellbar groß. Aber wieviel größer muss die Freude eines Menschen sein, der geistlich blind war aber jetzt fähig ist, Gott und seine Wege zu erkennen – die Bibel ist das Werkzeug dazu und durch den Heiligen Geist wurden wir befähigt, sie zu verstehen.

Bitten wir Gott heute um eine klare Sicht, damit wir Ihn durch sein Wort immer mehr erkennen dürfen. Danken wir ihm dafür, dass er uns schon dazu befähigt hat und dass er uns schon ein paar Umrisse seines Wesens offenbart hat. Erkennen wir, dass das Wort noch so viel voller von Wundern ist, dass es unerschöpflich ist und dass wir noch weit davon entfernt sind, es in Fülle zu verstehen.

Wenn ich etwas in der Bibel nicht verstehen kann, so ist es mir immer, als wenn Gott mir einen Stuhl davor stellt und mich einlädt, zu verweilen, zu sinnen, niederzuknien, bis mir diese Tiefe Gottes offenbart wird. (C.H. Spurgeon)