Andachten

Kernaussagen der kleinen Propheten (8/12)

„Bist du nicht von alters her, Herr, mein Gott, mein Heiliger? Wir werden nicht sterben. Herr, zum Gericht hast du es gesetzt, und, o Fels, zur Züchtigung es bestellt“. (Hab 1,12)

Habakuk hat ein großes Problem, eines, das wir sicherlich auch gut kennen. Habakuk weiß, dass Gott richten und Israel schlagen muss, da Israel wiederholt abtrünnig wurde. Doch damit hat Habakuk kein Problem, viel mehr geht es ihm darum: WIE züchtigt Gott Sein Volk, oder noch besser – mit WAS?

Es schmerzt ihn, dass ausgerechnet die Chaldäer, die zur damaligen Zeit als die bestialischsten aller Feinde galten, Israel nun verwüsten werden. 2. Könige 25 zeigt einen Auszug der Brutalität. König Zedekia wurden bspw. die Augen ausgestochen und er wurde wie ein Tier gekettet in Babel vorgeführt. Davor jedoch schlachtete man seine Söhne vor seinen Augen, damit dies ja auch der letze hinterbleibende Eindruck sein soll.

Doch Gott gibt Habakuk eine satte Lektion. Der Gerechte wird immer verschont bleiben, er wird aus Glauben leben (2,4). Zumal lernt Habakuk, dass die Mittel zur Erziehung, die Wege der Läuterung und die Methoden zur Bereinigung, Gott souverän obliegen.

Lasst uns heute erkennen:
Auch wenn wir nicht verstehen, warum Gott dies und jenes in unser Leben schickt – es ist kein Zufall, dass diese Erziehungsmaßnahme zur Heiligkeit von Gott gegeben wurde. Er allein weiß, welchen Handgriff und Hebel wir benötigen! Es soll uns nicht kümmern, welche Methoden zur Heiligung Gott in unser Leben schickt. Er weiß besser als wir, was wir brauchen und wie wir zurecht gebracht werden.

Darauf dürfen wir vertrauen und das Akzeptieren lernen, wie es Habakuk schlussendlich auch tat.