Andachten

Wertlose Ehre

Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, indem wir einander herausfordern, einander beneiden! Galater 5,26

Nachdem Paulus den Galatern erklärt hat, dass sie von den Gesetzmäßigkeiten ihres alten Lebens frei gemacht wurden, zeigt er ihnen, dass in ihnen sehr viel Potential wohnt, diese Freiheit in einer fleischlichen Weise zu missbrauchen. Dies geschieht überall dort, wo unter dem Deckmantel der Freiheit in Christus Dinge gehegt und gepflegt werden, die unserer alten Natur entsprechen. 

In unserem heutigen Vers lesen wir, dass eine Frucht einer solchen Verhaltensweise sein kann, nach „eitler Ehre“ zu trachten. Bezieht man „eitel“ auf Dinge, bedeutet das Wort soviel wie „wertlos“. 

In diesem Vers finden wir zwei Beschreibungen, wie streben nach wertloser Ehre aussehen kann. Zunächst kann dies geschehen, wenn wir einander herausfordern. Ein Herausforderer glaubt seinem Gegenüber überlegen zu sein, sonst würde er ihn nicht herausfordern. Er möchte seine Überlegenheit demonstrieren. 

Aber dieser Vers zeigt uns auch, dass Neid ebenfalls dieser Suche nach wertloser Ehre entspringt. Wer neidet, der glaubt, dass ihm die Ehre zusteht, die ein anderer auf Grund seiner Erkenntnis seiner Position u.ä. empfängt. Der Neider ist nicht zufrieden und strebt nach mehr. 

Beide Verhaltensweisen sind falsch. Wer so handelt trachtet nach etwas, was sich als wertlos herausstellen wird. Die Ehre die er begehrt kommt von Menschen, nicht von Gott. 

Wie sollen wir uns nun gegenüber anderen Christen verhalten? Paulus hat die Antwort darauf schon in Vers 13 gegeben:

Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt, sondern durch die Liebe diene einer dem andern.

Dies ist der Weg für jeden, der nicht nach wertloser Ehre streben möchte, sondern bleibende Frucht wirken will: diene deinen Geschwistern in Christus in Liebe!