Andachten

Das Wort Gottes (4): Es wirkt in unseren Herzen

Gib mir Verständnis, so will ich dein Gesetz bewahren und es befolgen von ganzem Herzen. Lass mich wandeln auf dem Pfad deiner Gebote, denn ich habe Lust an ihm. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habgier! (Psalm‬ ‭11,34-36)‬

Der Psalmschreiber kommt erneut auf die Verbindung zwischen Verständnis und Praxis des Wortes Gottes zu sprechen. Gottes Wort wirkt sich im Leben eines Gläubigen auf dessen Wandel aus. Wir haben in dieser Reihe schon gesehen, dass es Gottes Gnade bedarf, um einen Blinden sehend zu machen. Das wird auch in diesen Versen deutlich.

Der Psalmist bittet Gott, dass er ihm das Verständnis für das Wort öffnet und er weiß, dass er erst dann von ganzem Herzen danach wandeln kann. Er bittet Gott sogar, dass er ihn darauf wandeln lässt. Ich denke nicht, dass Gott uns daran hindern möchte, nach seinen Wegen zu wandeln, aber wir wissen, dass es da andere Hindernisse gibt, wie z.B. unser stolzes, selbstsüchtiges Fleisch oder die Versuchungen Satans. Gott allein, kann uns von allem Hinderlichen befreien, darum ist diese Bitte durchaus berechtigt.

In Vers 36 kommt der Psalmist auf die Ausrichtung des Herzens zu sprechen. Diese kann gut oder schlecht sein. Schlecht war sie zum Beispiel bei dem Kornbauern (Wohlstand und Genuss) oder dem reichen Jüngling (Habgier und Selbstüberschätzung). Im ursprünglichen Zustand ist die Herzensausrichtung eines jeden Menschen schlecht. Wir können diese nicht ändern aber wir dürfen arm im Geist und ohnmächtig zu dem starken Gott mit der Bitte nahen: „Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen!“

Anwendung

Lasst uns diese Worte immer wieder und wieder beten und diese Einstellung in unserem Leben bewahren.