Andachten

Freue dich!

„Sie nun erhielten von der Gemeinde das Geleit, durchzogen Phönizien und Samaria und erzählten die Bekehrung derer aus den Nationen; und sie machten allen Brüdern große Freude.“
Apostelgeschichte 15,4

Diese Begebenheit spielt sich ab, nachdem einige Brüder aus der Gemeinde in Jerusalem die Lehre der Heilsnotwendigkeit der Beschneidung den Geschwistern der Gemeinde in Antiochia bringen. Diejenigen, die die Lehre brachten, waren (ehemalige) Pharisäer, also geistliche Führer des Judentums. Die Gemeinde in Antiochia, hauptsächlich aus heidnischen Christen bestehend, wurde nun das erste Mal mit dieser Lehre konfrontiert, weshalb in der Gemeinde Streit entstand. Damit die Brüder in dieser Hinsicht aufgeklärt werden sollten, schickten sie Paulus, Barnabas und noch einige andere nach Jerusalem, um diese Sache mit allen Aposteln zu beraten.
Jedoch lassen Paulus und Barnabas sich nicht davon abhalten, den gläubigen Juden davon zu berichten, wie sich auch Heiden zu Gott bekehren. Und die Reaktion ist die, welche im einleitenden Vers wiederzufinden ist. Jeder reagiert mit großer Freude. Mitten in Streitigkeit und Zank werden die Brüder mit Freude überschüttet. Wie gleichgültig war in diesem Moment das Beschnitten- oder Unbeschnittensein. Und das ist das tolle am Christentum. Verglichen mit jeder anderen Religion, ist das Christentum die Religion, die, um die Errettung zu erlangen, nicht erst eine bestimmte Form annehmen muss oder bestimmte Gesetzlichkeiten aufgedrückt werden müssen. Durch Glauben allein werden wir gerettet. Wir müssen nicht erst Christus ähnlich sein, um gerettet zu werden. Die Christusähnlichkeit ist eine Folge des Glaubens, ja, aber keine Voraussetzung. Denn wir haben alle gleich gesündigt und nicht einer von uns war gerecht. Der Glaube allein rechtfertigt uns. Und das Resultat ist Freude. Freude, die uneingeschränkt ist. Wir müssen nicht zittern und hoffen, dass das, war wir getan haben, genug ist, um dafür errettet zu werden. Wir wissen, dass mit Jesus Christus‘ Tod am Kreuz alles getan ist, dass dem nichts hinzuzufügen ist. Das kann uns, wenn es uns bewusst wird, sehr freuen.
Wie groß ist die Freude im Himmel darüber, dass ein Sünder Buße tut? Wie sehr freut es uns, wenn nun nicht nur wir, sondern auch andere zum Glauben an Jesus Christus finden und somit die Errettung erlangen? Freuen wir uns vorbehaltlos oder zweifeln wir an der Echtheit der Wiedergeburt?
Römer 10,9 sagt uns, dass derjenige, der mit dem Mund Jesus als Herrn bekennt und mit seinem Herzen glaubt, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, ewiges Leben hat. Freue dich deshalb mit jedem, der Jesus als Herrn bekennt, denn Gott allein kennt die Herzen der Menschen. Und lass diese Freude eine unbeschränkte Freude sein!