Andachten

Kernaussagen der kleinen Propheten (9/12)

Dann aber werde ich den Völkern andere, reine Lippen geben, damit sie alle den Namen des HERRN anrufen und ihm einmütig dienen. (Zeph 3,9)

Zephanja, ein Prophet von dem wir nur wissen, dass er der einzige mit königlichem Hintergrund ist, macht das, was alle Propheten in Israel und Juda taten: Er ruft zur Umkehr auf.

Interessant ist jedoch, dass er eine neutestamentliche Wahrheit 700 Jahre v.Chr. bestätigt: Das was Menschen tun und was sie aussprechen deckt sich! Es ist eine unweigerliche Konsequenz, dass ich über das spreche, was mich beschäftigt, was mich einnimmt und was mich geformt hat.

Jesus sagte bereits: „Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund.“ (Mt 12,34)

Wenn Lippen in Verbindung mit dem Wort „rein“ gebraucht werden, ist es ein Hinweis auf innerliche Reinigung von der Sünde (Jes 6,5), was sich dann auch in der Sprache niederschlägt.

Der Kontext mit Zeph 3,13 bestätigt dies:
„Der Rest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden, und in ihrem Mund wird keine trügerische Zunge gefunden werden, sondern sie werden weiden und lagern, und niemand wird sie aufschrecken“.

Handlung und Ausspruch gehen immer Hand in Hand.
Der Humanist und Atheist Ludwig Feuerbach schrieb einst: „Man ist, was man isst.“
Diese Aussage hat in Anbetracht des Wortes Gottes keinen Bestand – im Gegenteil!
Der Mensch ist nicht das, was in ihn hinein kommt – er ist das, was aus ihm hinausgeht, und zwar das, was verbal von ihm wahrzunehmen ist.

Vielleicht können wir unser Herz – so wie Zephanja es auch für uns aus den Nationen prophezeite – mit solchen Dingen füllen, die Gott ehren, wenn sie über unsere Lippen kommen. Denn das, was man aus unserem Mund hört ist es, was wir eigentlich sind.