Andachten

Die Eigenschaften Gottes: (2) Der ewige Gott

Erklärung und biblische Grundlage 

Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Gott. (Psalm 90,2)

Gott hat keinen Anfang. Er hat kein Ende und keine Abfolge von Augenblicken in seinem eigenen Wesen, ja, Er sieht die ganze Zeit gleich deutlich. Er selbst ist nicht an Zeit gebunden, wie wir es sind, da Er die Zeit geschaffen hat.

Diese Eigenschaft und auch andere, wie Gottes Unabhängigkeit, seine Unveränderlichkeit oder auch seine Allgegenwart, ist für uns kaum zu begreifen. Wir können sie schwerlich fassen, weil sie nur auf Gott und nicht auf uns zutreffen. Dennoch lohnt es sich über diese Tatsache von Gottes Ewigkeit nachzusinnen, da dadurch unsere Gotteserkenntnis zunimmt, was immer ein inständiges Gebet des Paulus für die Gemeinden war (s. Eph 3,18; Kol 1,10)

Im Eingangsvers staunt Mose über die Tatsache, dass Gott, ehe die Berge geboren waren und er die Welt erschaffen hat, von Ewigkeit her Gott ist. Hiobs Erstaunen über Gottes Ewigkeit drückt er folgendermaßen aus: „Siehe, wie erhaben ist Gott! Wir aber verstehen ihn nicht; die Zahl seiner Jahre hat niemand erforscht“ (SLT 51) und auch Offenbarung 1,8 sollte unsere Kinnladen nach unten klappen lassen und uns in Verwunderung über Gottes Größe versetzen:  „Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“

Es gibt noch einige weitere Verse in der Bibel, die bestätigen können, dass Gott ewig ist. Wir möchten uns allerdings nun fragen, was das für uns bedeutet, dass Gott ewig ist. Hat das Auswirkungen auf uns? Kann diese Tatsache irgendwie unser Leben beeinflussen oder verändern?

Anwendung

Das erste, was wir natürlich heute mitnehmen dürfen und worüber wir heute nachsinnen können ist, dass Gott ein so unglaublich bewundernswertes und zu bestaunendes Wesen ist. Wir haben gesehen, dass Hiob und Mose Gott nicht fassen können, aufgrund seiner Ewigkeit. Gott will geehrt und gelobt werden (Eph 1,6), dazu hat er uns geschaffen. Kommen wir heute dieser Bestimmung nach und preisen ihn für seine Größe und Unbegreiflichkeit, ja, für seine Ewigkeit.

Zweitens dürfen wir uns daran erfreuen, dass, wenn wir in Christus sind, einen ewigen Zustand in völliger Freude bei dem ewigen Gott verbringen werden. Jeder, der an Jesus glaubt, dem gibt er ewiges Leben (Joh 3,16) und jeder, der sein eigen ist, wird in Ewigkeit nicht verloren gehen (Joh 10,28). Wir werden einst in aller Ewigkeit bei Gott sein, mit unserem ewigen Vater leben und herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit (Offb 22,5). Was für ein wunderbarer Trost in allen lästigen Situationen und Umständen zu wissen, dass das Leben nur ein Hauch ist (Hi 7,7) und wir uns mit allen Problemen in diesem Leben nicht für immer rumschlagen müssen, sondern eine ewige Zukunft bei unserem Herrn verbringen werden.

Zuletzt sollte uns aber auch bewusst sein, dass der Zorn Gottes, der auf allen, die nicht an Jesus Christus glauben lastet (Joh 3,36), ein ewiger Zorn ist und ewiges Verderben bedeutet, welches grauenhaft ist (2. Thess 1,8-9). Ich hoffe, dass diese Tatsache uns in noch dringlicheres und inbrünstigeres Gebet für alle verlorenen Seelen treibt und uns motiviert anderen das Evangelium weiterzusagen.

Dem ewigen Gott allein sei die Ehre!