Andachten

Das Salz der Erde

„Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.“ (Matthäus 5,13.14)

Diese beiden Verse gehören wohl zu den bekanntesten Textstellen der Bibel und sind wahrscheinlich jedem von euch sehr geläufig. Bestimmt habt ihr auch schon zahlreiche Predigten über diese Bibelstelle gehört und wisst genau Bescheid, was da geschrieben steht. Doch weil wir oft dazu neigen über bekannte Stellen schnell hinweg zu lesen, tun wir gut daran, uns die geistlichen Wahrheiten immer wieder vor Augen zu führen.
Diese Sätze stehen ziemlich am Anfang der sogenannten Bergpredigt und wurden von Jesus speziell an seine Jünger gerichtet, also an diejenigen die dem Herrn Jesus Christus hier auf der Erde nachgefolgt sind, wenngleich auch viele vom Volk Israel unter der Zuhörerschaft waren. Jesus vergleicht seine Jünger hier zum einen mit dem Salz der Erde und zum anderen mit dem Licht der Welt und will seinen Jüngern anhand der Eigenschaften dieser Begriffe zeigen, worin ihre Aufgaben in dieser Welt bestehen.

Salz besitzt unter anderem die Eigenschaften, dass es den Geschmack von Speisen unterstützt, Durst beim Verzehr verursacht und eine konservierende Wirkung auf Lebensmittel hat. Mit anderen Worten sagt Jesus hier, dass das Zeugnis seiner Jünger in dieser Welt die Botschaft des Evangeliums verstärken wird, wenn sie gemäß den Anweisungen, die ihnen Jesus einige Verse vorher in den Seligpreisungen und auch im Rest der Bergpredigt gegeben hat, leben werden. Darüber hinaus sollen die Jünger Jesu, die Menschen in ihrem Umfeld durstig nach der Wahrheit des Wortes Gottes machen, damit in einer sündigen Welt, die sich von Gott und somit von der Quelle des Lebens losgesagt hat, dem Prozess der Fäulnis entgegengewirkt wird.
Licht lässt uns Dinge wahrnehmen, erkennen und hilft uns bei der Orientierung. Jesus sprach von sich selbst, als dem Licht der Welt (Johannes 8,12), was deutlich macht, dass er die Quelle des Lichts ist und seine Jünger dieses Licht reflektieren sollen. Das Zeugnis der Jünger sollte Licht in die Dunkelheit der Menschen bringen, ihnen zeigen, dass sie den Maßstäben Gottes nicht gerecht werden können, um dann auf Jesus den Retter und Erlöser hinzuweisen.

Diese Aufforderungen gelten auch uns, doch müssen wir uns unbedingt vor Augen führen, dass nicht wir von uns aus salzig sind oder als Licht scheinen können. Gott gibt uns die Kraft, dass wir in einer verdorbenen Welt als Salz wirken und in der Dunkelheit als Licht leuchten können. Bitten wir Gott darum, dass er uns hilft als Lichter in dieser Welt zu leuchten, egal wie dunkel unser Umfeld auch sein mag.