Andachten

Werke – ein Zeichen beständigen Glaubens (3)

„Das Wort ist gewiss; und ich will, dass du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen. Titus 3,8

Nachdem Paulus in Kapitel zwei gezeigt hatte, dass Christus uns für sich errettet hat, damit wir eifrig gute Werke täten, stellt er in Kapitel drei unseren alten Lebenswandel dar. Er spricht davon, dass wir auch unverständig waren, unser Leben in völliger Hingabe an die Bosheit lebten und unseren Begierden und Lüsten dienten (3,3). Doch dann erschien der Retter-Gott in der Gestalt Jesu Christi und er erkaufte sich sein Eigentumsvolk.

Paulus ist es sehr wichtig zu betonen, dass unsere Errettung nicht auf etwas fußt, was wir getan hätten, sondern dass unsere Errettung allein in der Barmherzigkeit Gottes wurzelt – wir hatten keine gerechten Werke (3,4.5). Christus entscheidet sich dazu, uns zu retten und reinigte uns durch die Waschung der Wiedergeburt und die Erneuerung des Heiligen Geistes. Gott gießt durch Jesus Christus, unseren Retter, seinen Heiligen Geist reichlich über uns aus, damit wir durch seine Gnade gerechtfertigt würden (3,6.7) und die Hoffnung des ewigen Lebens erben. Christus ist der handelnde in der Errettung – er rechtfertigt aus Gnade und reißt uns heraus aus unserer Liebe zur Sünde und unserem Hass gegenüber Gott.

Dies alles sind Dinge auf denen Titus fest bestehen sollte, gegenüber allen, die zum Glauben an Gott gekommen waren. Warum ist dies so wichtig, da unsere Werke ja offensichtlich nichts mit unserer Errettung zu tun hatten? (Außer, dass sie der Grund waren, warum wir überhaupt gerettet werden mussten!) Ist es von Bedeutung, wie wir nach unserer Errettung leben? Ja!

Christus kam doch in diese Welt und wurde „Jesus“ genannt (hebräisch „Jeschua“ – Der Herr ist Rettung), weil er „sein Volk von ihren Sünden retten wird“ (Mt 1,21). Echter Glaube wird also in dem Bewusstsein ausgelebt, dass Christus uns von unseren Sünden gereinigt hat! Nach unserer Errettung muss sich unser Lebensstil also darauf ausrichten, uns um gute Werke zu bemühen. Warum? Weil das der Sinn unserer Errettung war. Rettung vor Sünde, vor unserer Rebellion gegen Gott, unserem Hass auf ihn. Nun wollen wir diesem Gott gehorchen. Das ist etwas, was ein ungläubiger Mensch unmöglich wollen kann.

Gott gab seinen Heiligen Geist in uns, damit wir von nun an leben, wie er es von uns möchte. Und wir, seit uns Glauben geschenkt wurde im Heiligen Geist, bemühen uns nun um gute Werke, weil wir verstanden haben, dass unser früherer Lebenswandel unsere Rebellion gegen Gott zeigte. Wer also gedankenlos lebt und immer noch gerne seinen Begierden und Lüsten dient, der sollte sich Gedanken darüber machen, ob er überhaupt verstanden hat, wovon Christus rettet und ob er wirklich gerettet ist.

Leben wir heute diesen Eifer zu guten Werken aus, der seit unserer Errettung durch die Gnade Jesu in unser Leben gekommen ist – zur Ehre unseres großen Gottes, der uns gerettet hat, von unseren Sünden!