Andachten

Christus kam, um Sünder zu retten

„Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin.“‭‭ (1. Timotheus‬ ‭1,15‬)

Bestimmt kennst auch du Menschen in deinem Freundeskreis, in deiner Familie, in der Schule oder Arbeit, die von sich aus sagen, dass sie nicht an Jesus Christus glauben. Hast du dich auch schon mal bei dem Gedanken ertappt, dass es für Jesus unmöglich ist, speziell auch diese Menschen zu erretten, weil sie zu sündig oder zu weit weg von Jesus sind. Aber vielleicht geht es dir auch so, dass du dich selber dabei siehst, wie du immer mehr in den Strudel der Sünde gezogen wirst, immer tiefer in den Sumpf der Schuld sinkst und du dich fragst, ob Jesus so einem sündigen Menschen überhaupt noch vergeben kann?

Auf beide Fragen finden wir in diesem Text eine Antwort. Paulus schreibt einem seiner treuen Mitarbeiter Timotheus, dass Jesus Christus genau deshalb auf diese Erde kam, nämlich um für uns Sünder zu sterben. Er kam nicht, um mit perfekten Menschen zusammen zu sein, die würdig waren, in seine Gegenwart zu treten. Er kam nicht um Gemeinschaft mit denen aus dem Volk Israel zu haben, die das Gesetz tadellos eingehalten hatten, denn die Bibel lehrt uns in Römer 3,23, dass kein Mensch die Anforderungen Gottes erfüllen kann, da jeder Mensch gesündigt hat und somit auch niemand in der Lage ist, Kontakt mit diesem heiligen Gott zu haben.

Für welche Menschen kam Jesus Christus dann auf diese Erde? Er kam für die Menschen, die ihre Sündhaftigkeit sahen, die erkannten, dass sie todkrank sind und nur Jesus sie retten kann. Jesus kam um die sehend zu machen, die sich eingestanden, dass sie geistlich blind sind, anders als die Pharisäer, die sich als geistlich gesund und sehend betrachteten. Die Situation der Menschen damals zu heute hat sich aber nicht geändert, denn es gibt immer noch Menschen, die nicht zugeben wollen, dass sie vor einem heiligen Gott schuldig geworden sind und Buße tun müssen. Und so wie die Pharisäer in ihrem Zustand verharrten und Jesu Anspruch auf ihr Leben von sich wiesen, so leben auch heute noch viele Menschen mit dieser Haltung.

Doch wir dürfen durch diese Bibelstelle neu ermutigt werden, dass wir weiter für unsere Bekannten und Verwandten beten, dass Gott ihnen die Augen für die Wahrheit des Evangeliums öffnen möge. Denn Jesus kam für Sünder, um sie zu retten und Paulus hatte so eine tief gehende Erkenntnis seiner eigenen Schuld vor Gott, dass er von sich, als von dem ersten aller Sünder sprach. Wenn es für Gott also nicht unmöglich war, Saulus, einen fanatischen Verfolger der Gemeinde in Paulus, ein brauchbares Werkzeug für die Ausbreitung des Evangeliums umzugestalten, wie können wir dann daran zweifeln, dass er auch uns unseren Sündenberg vergeben und uns in seine Gemeinde hineinstellen kann? Komm zu Jesus, denn er sagt selber, dass alles, was ihm der Vater gibt zu ihm kommen wird und dass er den, der zu ihm kommt, nicht hinausstoßen wird (Johannes‬ ‭6,37‬).