Andachten

Die Eigenschaften Gottes: (5) Gott ist Geist

Wie sieht Gott aus? Aus was besteht Er? Besitzt Er einen Körper wie wir? Oder ist Er nur reine Energie?

Erklärung und biblische Grundlage

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Joh 4,24)

Diese Aussage tätigt Jesus im Gespräch mit einer Frau aus Samaria am Jakobsbrunnen. Vorher ging es um die Frage, wo denn Menschen Gott anbeten sollen, ob denn Jerusalem oder Samaria der richtige Ort dafür sei. Jesus gibt dann diese Antwort, dass Gott ja Geist ist und das augenscheinlich bedeutet, dass Gott in keiner Weise auf einen räumlichen Ort begrenzt ist. Vielmehr kann Gott überall im Geist angebetet werden.

Wie sollen wir uns das vorstellen? Nun ja, wir müssen zunächst feststellen, dass Gott seinem Volk verbietet, über sein eigentliches Wesen so zu denken, als sei es irgendetwas anderem in der Schöpfung ähnlich.

Das zweite Gebot der zehn Gebote verbietet, dass die Israeliten von Gott ein Bildnis oder ein Gleichnis machen. Gott unterscheidet sich absolut vom Geschaffenen. Er besteht nicht aus irgendwelcher Materie. Er hat keine Teile oder Dimensionen. Gott kann gar nicht von unseren körperlichen Sinnen wahrgenommen werden. Er existiert in einer Daseinsweise, die weit vortrefflicher als jede andere ist.

Anwendung

Es ist einfach nur erstaunlich über die unbegreifliche Tatsache nachzudenken, dass Gott in solch einer vortrefflichen Daseinsweise existiert, sich aber dennoch zu uns herabneigt, seinen Sohn Fleisch werden lässt, um uns mit Gott zu versöhnen.

Versöhnt mit ihm können wir nun mit unserem von Gott geschenkten Geist ihn anbeten (Joh 4,24) und zwar überall. Es ist erstaunlich, dass wir jede Sekunde unseres Lebens an jedem Ort im Universum Gott anbeten dürfen. Wie sieht es aber in deinem Leben aus? Bist du noch von dem Gedanken geprägt, dass Gott in der Kirche angebetet und für den Rest der Woche außen vor gelassen wird? Denkst du, dass Gott 2 Stunden Anbetung pro Woche reichen? Ist er dann zufriedengestellt?

Sollte uns die Tatsache, dass Gott Geist ist und überall angebetet werden kann und dazu noch die Vorstellung, dass die Seraphim pausenlos einander zurufen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!“ (Jes 6,3) – sollte uns das nicht dazu treiben, jeden einzelnen Atemzug für die Anbetung Gottes und für seine Ehre zu tun?

Lasst uns folgende Worte, die einst jedes Geschöpf im Himmel, auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer sagen werden, in unseren Ohren nachhallen und durch unser Leben in diese Anbetung einstimmen: „Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (Offb 5,13)