Andachten

Folgen der Vergebung in Psalm 51: Erfüllung (1/6)

Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils, und mit einem willigen Geist stütze mich!“ (Psalm 51,14)

Nachdem David die tiefe Vergebung Gottes für seine Schuld erfahren hat, bezeugt er nun die segensreichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Doch was ist die Erfüllung von welcher er hier spricht? Es ist schlicht und einfach: Die Freude am Errettet-Sein, die Freude daran, dass Gottes Geist nicht gewichen ist, die Freude daran, dass Gottes Geist weiter mit und an David arbeiten will!

David weiß aber auch, dass diese Freude allein zur langfristigen Erfüllung nicht genügt. Deswegen schiebt er eine kleine, jedoch sehr wichtige Bitte in diesen Dank mit ein:
Er bittet: „Stütze meinen Geist!“
David weiß, dass er nach dem ersten „Freudenrausch“ der Vergebung, sofort wieder fähig wäre, in die selbe fatale Sünde hinein zu fallen, wenn Gottes Geist ihm nicht beistehen und seinen menschlichen, schwachen Geist stützen würde.
Hier zeigt sich im Besonderen die tiefe demütige Selbsteinschätzung eines Mannes Davids wieder! Er weiß, dass er nicht lange standhaft sein kann.

Es gibt nichts elendigeres für einen Christen, als immer und immer und immer wieder in die selbe Sünde zu fallen. Lassen wir diese Bitte Davids doch auch unsere Bitte werden. Der zerbrochene Geist wird erneuert, um gestützt in die nächste Versuchung zu gehen und dabei die selben Fehler und Sünden zu vermeiden.
Die Erfüllung mit Gottes Geist dämpft unseren schwachen Geist und befähigt ihn gleichzeitig zum Bestehen in der erneut anstehenden Vesuchung.