Andachten

Das Wort Gottes (10): Gottes Wort macht frei

Mache meine Schritte fest durch dein Wort, und lass nichts Böses über mich herrschen! (Psalmen 119,133)

Viele Menschen leben in der Illusion, sie seien frei, zu tun was sie wollen. Doch sie sind gemäß der Bibel Knechte der Sünde. Echte Freiheit erlangen wir nur in Christus, obwohl es von Weltmenschen als Einschränkung wahrgenommen wird, sich an die Rechtsbestimmungen Gottes und das Gesetz Christi zu halten. Leider ist es auch so, dass viele bekennenden Christen meinen, sie hätten die Knechtschaft der Sünde im Allgemeinen abgeschüttelt und doch augenscheinlich unter der Herrschaft irgendeiner Lieblingslust bleiben. Ich denke das ist eine Fehleinschätzung über die eigene geistliche Freiheit.

Der Psalmist spricht darum dieses Gebet: „Mache meine Schritte fest durch dein Wort, und lass nichts Böses über mich herrschen!“ Das ist ein gutes und weises Gebet, denn eine schön geredete Sünde ist für die Seele ebenso tödlich wie jede andere. Dieses Gebet beinhaltet auch ein angemessenes Verständnis von der Oberhoheit Gottes, da nur er fähig ist, uns von der Herrschaft des Bösen zu befreien, denn er ist der Herrscher über alles.

Die praktische Anwendung dieser Wahrheit besteht darin, jedes Band der Sünde von Gott brechen zu lassen, und fortzufahren mit Heiligung in der Furcht Gottes, sonst können wir nicht hoffen, dass der Sohn uns frei gemacht hat. Die Werkzeuge, die Gott dazu gebraucht, sind sein vollkommenes Wort und das Gebet.

Doch dieser Wunsch, frei zu werden ist nicht bei jedem vorhanden, der sich zu Christus bekennt. Jesus lädt jedoch die Mühseligen und Beladenen zu sich ein, er geht zu denen, die sich ihrer eigenen Unfreiheit, Krankheit, Blindheit und Schwäche bewusst sind. Wenn du diese schwere Last der Sünde nicht fühlst und den Wunsch nach Freiheit gar nicht verspürst, solltest du dich fragen, ob du den dreimal heiligen Gott überhaupt einmal erkannt hast oder ob du noch sein Feind bist. Für den wahrhaft Wiedergeborenen jedoch, ist dieses Gebet ein tiefer Trost, denn er darf wissen: Gottes Wort mach frei von der Herrschaft des Bösen und stärkt die Schritte.