Andachten

Der Sinn allen Wirkens 

Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn! Kolosser 3,17

Nachdem Paulus den Kolossern im dritten Kapitel aufgezeigt hat, welche Bedeutung unser Sterben und Auferstehen in Christus hat, fordert er sie auf, ihre irdischen Glieder zu töten und stattdessen das Gute zu wirken. Ab Vers 12 beschreibt er, wie man sich als Gottes „Auserwählter, Heiliger und Geliebter“ verhalten soll.

Bevor er auf einzelnen Gruppen von Christen eingeht (Männer, Frauen…), beendet er seine allgemeinen Ausführungen mit unserem heutigen Vers. Alles was wir tun, ob wir still die Dinge nur tun oder ob wir reden, wir sollen es im Namen des Herrn Jesus tun! Ich muss gestehen, dass ich mir dieser höchsten Berufung so gut wie nie bewusst bin.

Wie anders sähe mein Leben aus, würde ich diesen Vers häufiger bedenken. „Ich schnappe mir jetzt im Namen des Herrn Jesus zwei Bier und verbringe die restlichen 4 Stunden des Abends vor dem Fernseher.“ „Im Namen meines Herrn Jesus sage ich meinem Gegenüber, dass ich ihn nicht leiden kann und mir darum keine Mühe gebe, ihn zu lieben!“ „Im Namen meines Herrn…“. Das ist ein schwerwiegender Satz nicht wahr?

Wie ist es mit: „Im Namen meines Herrn Jesus beklage ich mich jetzt bei Gott, dem Vater, über meine Umstände, anstatt ihm durch Jesus zu danken.“ Wir sehen, dass sich unser tägliches Tun häufig nicht dazu eignet, das Sigel „im Namen des Herrn Jesus“ zu tragen. Würde Jesus sich nicht häufig schämen, seinen Namen unter unsere Taten zu setzen?

Mindestens zwei Dinge lehrt uns dieser Vers. Erstens sehen wir, dass unsere Werke alle im Blut Jesu gewaschen werden müssen, denn was an unseren Werken oder Worten eignet sich dazu, das Sigel seines Namens zu tragen? Nichts als nur das, was von ihm gewirkt ist! Zweitens bringt dieser Vers alle murrende Unzufriedenheit zum schweigen. Du kannst dich nicht im Namen deines Herrn Jesus bei Gott dem Vater beklagen, vielmehr solltest du ihm danken, dass Gott allen die ihn lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken lässt, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind (Röm 8,28).

Sind wir uns heute bewusst, dass wir Botschafter des Herrn Jesus sind! Was wir tun, sollte in seinem Namen geschehen. Nur Dinge die in göttlicher Kraft in uns getan werden, haben die nötige Qualität, das Sigel seines Namens zu tragen. Das kannst du unmöglich selbst bewirken, bitte Gott um Kraft dafür! Bei alledem, sei dankbar, denn für Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte geziemt sich nur diese Haltung.