Andachten

Folgen der Vergebung in Psalm 51: Anbetung (3/6)

 

„Errette mich von Blutschuld, Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge jubelnd preisen deine Gerechtigkeit.“ (Ps 51,16)

David merkte, dass er durch die Sünde mit Batseba und an Urija in einer Sache schwer gehemmt war: Er konnte Gott nicht mehr anbeten. Wie hätte dies auch gehen sollen? Hätte er danken sollen für Gottes „große Gerechtigkeit“? Oder Ihn für Seine „Allmacht und Stärke“ preisen? Dies wären lauter heuchlerische Stiche gegen sich selbst gewesen.
Davids Zunge war gewissermaßen wie gelähmt, er konnte unmöglich aufrichtig vor Gott erscheinen und Ihn für Sein Wesen preisen.

Dies war in der Vergangenheit deutlich anders zu vernehmen! Mit welcher Freiheit und Freude konnte David einst schreiben: „Gebt dem HERRN die Herrlichkeit seines Namens; betet an den HERRN in heiliger Pracht!“ (Ps 29,2)
Diese Qualität ist jedoch inmitten der Sündenschuld verschüttet! Das Herz war nicht bereit dazu – weil zwischen David und dem heiligen Gott eine große, unvergebene Schuld lag.

Sicherlich kennen das auch einige von uns:
Es ist Sonntag, man kniet (oder steht) im Gottesdienst und es herrscht Anbetungszeit. Man ist immer dazu geneigt im Innersten mitzubeten, jedoch ist diese Lähmung da! Schnell merken wir häufig, was für Beziehungskiller uns hemmen, Gott aufrichtig anzubeten.

Wieviel mehr muss dies für David belastend gewesen sein? Er, der große Psalmschreiber mit der großen Sünde im Nacken, oder präziser gesagt: Im Herzen!
Aber David weiß: Vergibt mir Gott, so ist die Barriere zu Gott wieder aufgehoben und ich kann ihn ersthaft aus vollem, befreiten Herzen wieder preisen.

Das durfte David erleben. Er erlebte Befreiung, sodass er wieder über Gottes Allmacht, Seine Gerechtigkeit, Seine Fürsorge und Seine Schöpfung jubeln konnte!