Andachten

Gott bleibt treu!

„Das Wort ist gewiss. Denn wenn wir mitgestorben sind, werden wir auch mitleben; wenn wir ausharren, werden wir auch mitherrschen; wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen; wenn wir untreu sind – er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“‭‭ (2.Timotheus 2,11-13)

In dieser Bibelstelle fällt uns sofort die besondere Formulierung auf, die uns auch schon im 1.Timotheusbrief begegnete, nämlich dass das Wort gewiss ist. Diese Verse 11 bis 13 gebraucht Paulus, um uns vier Prinzipien aufzuzeigen, die in der Beziehung des Menschen zu Jesus Christus gelten.

… wenn wir mitgestorben sind, werden wir auch mitleben; wenn wir ausharren, werden wir auch mitherrschen …
Die ersten beiden Prinzipien, die Paulus dem Timotheus hier aufzeigen will, beschreiben die Beziehung zwischen Jesus und den Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn und Retter angenommen haben. Wenn du erkannt hast, dass du ein Sünder bist und vor einem heiligen, gerechten und völlig reinen Gott nicht bestehen kannst und wenn du über dein sündiges Leben Buße getan hast und auf das Erlösungswerk von Jesus am Kreuz vertraust, dann bist du mit ihm gestorben. Eigentlich hätte jeder von uns den Tod verdient, da der Lohn der Sünde der Tod ist (vgl. Römer 8,6). Doch Jesus Christus starb an unserer Stelle und wenn wir das im Glauben annehmen und darauf vertrauen, dass dadurch unsere Schuld vor Gott bezahlt ist, dann werden wir auch mit Christus im Himmel leben. Ja mehr noch, denn diejenigen, die in diesem Leben standhaft im Glauben ausharren, werden mit Christus einmal mitherrschen. Wie beruhigend und ermutigend ist es da zu wissen, dass uns die Verheißung gilt, dass Gott es nicht zulassen wird, dass wir über unser Vermögen versucht werden, sondern, dass er mit der Versuchung auch den Ausgang aus ihr schafft, damit wir sie ertragen können (vgl. 1.Korinther 10,13).

… wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen …
Aber Paulus spricht auch eine Warnung an all diejenigen aus, die mit ihrem Leben Jesus Christus verleugnen, die so leben, als würde Gott nicht existieren. Wenn man sich vor Augen führt, dass Petrus seinen Herrn drei Mal verleugnete aber Christus ihn trotzdem zum Fels der Gemeinde machte, kann man davon ausgehen, dass es hier nicht darum geht, dass ein Christ sein Heil verlieren kann, wenn er sich in irgendeiner Situation aus Angst oder Scham, nicht zu Christus bekennt, wenngleich das keine Ausrede für uns sein darf. Wir sollen und müssen den Menschen in unserem Umfeld von Christus erzählen und uns auch in unangenehmen Situationen treu auf die Seite dessen stellen, der für uns starb. Paulus will hier deutlich machen, dass es nicht darauf ankommt, ob du in eine christliche Gemeinde gehst, christliche Lieder mitsingst oder bei irgendwelchen christlichen Veranstaltungen mitmachst, sondern einzig und allein, ob du mit Christus gestorben bist, denn nur dann wirst du auch mit ihm leben.

… wenn wir untreu sind – er bleibt treu …
Dieses vierte und letzte Prinzip ist für die Menschen, die ihre Schuld und Sünde vor Gott bekannt haben und nun ein Leben unter der Herrschaft Jesu Christi leben, ein unglaublicher Trost, da sie wissen dürfen, dass Gott seine Verheißungen auch erfüllen wird, selbst wenn sie in Sünde fallen. Dass Gott treu ist und nicht lügen kann, bedeutet aber auch, dass Gott seine Gerichtsandrohungen wahr machen wird und so sollte sich jeder Mensch fragen, welche Prinzipien in seinem Leben zutreffen. Bist du mit Christus gestorben und zu einem neuen Leben auferstanden oder gehörst du zu denen, die eines Tages von Jesus Christus hören werden: „Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ (Matthäus 7,23)