Andachten

Die Eigenschaften Gottes: (8) Der allein weise Gott

Erklärung und biblische Grundlage

Gott wird von Paulus als „der allein weise Gott“ bezeichnet (Röm 16,27). Hiob sagt, dass Gott „ein weises Herz“ hat (Hi 9,4) und ferner, dass bei ihm „Weisheit und Stärke“ ist und wiederum „Sein ist Rat und Verstand“ (Hi 12,13).

Gott ist und handelt absolut weise. Er wählt bei allem, was er tut, immer die besten Ziele und die besten Mittel zu diesen Zielen. Wir dürfen gewiss sein, dass nichts geschieht, was nicht perfekt „ausgeklügelt“ oder geplant war.

Gottes Weisheit wird zunächst an seiner Schöpfung erkennbar. Der Psalmist ruft aus: „HERR, wie sind deine Werke so viele! Du hast sie in Weisheit gemacht…“ (Ps 104,24a). Gott schuf das Universum sehr gut (1. Mo 1,31) und er schuf es, dass es ihm Ehre bereite (Offb 4,11). Auch heute, trotz des Fluches, der aufgrund der Sünde auf der Erde lastet, sollten wir darüber in Erstaunen geraten, wenn wir sehen, wie komplex jeder Teil der Schöpfung gestaltet ist und wie harmonisch alles zusammenwirkt.

Von weitaus unbegreiflicherer Weisheit ist allerdings der Erlösungsplan Gottes. Den Berufenen ist Christus „die Weisheit Gottes“ (1. Kor 1,24.30), obgleich doch das Wort vom Kreuz denen eine Torheit, ist, die verlorengehen, die das Evangelium von sich stoßen und sich selbst für weise halten (1. Kor 1,18-20).

Die „einfache“ Botschaft des Evangeliums, die schon von kleinen Kindern in ihrer Grundaussage verstanden werden kann, ist in Wahrheit ein Plan Gottes, dessen Tiefen an Weisheit nicht übertroffen werden können und der weitaus vortrefflicher ist, als der Mensch sich ihn je hätte vorstellen können. Das Evangelium gilt Menschen aus allen kulturellen und ethnischen Hintergründen. In Christus werden sie alle vereinigt zu einem Leib und einer Gemeinde, die „den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen (…) die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt macht“ (Eph 3,10).

Anwendung

Nachdem wir uns einige Gedanken zur Weisheit Gottes gemacht haben, dürfen wir wie Paulus, der, nachdem er elf Kapitel lang die Weisheit Gottes in der Erlösung des Menschen beschrieben hat, ausrufen: „O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!“ (Röm 11,33). Es ist ein so erstaunlicher Plan, wie Gott uns durch den Tod seines Sohnes zu seinem Eigentumsvolk, zu seiner Gemeinde gemacht hat und wir dürfen ihn dafür preisen und anbeten, weil wir Teil dieses Plans sein dürfen.

Glaubst du wirklich, dass Gott in deinem Leben und überall auf der Welt weise wirkt? Fällt es dir manchmal schwer, das zu glauben? Sollten wir unsere Haltung gegenüber dem allein weisen Gott nicht ändern und ihm vertrauen, dass er wirklich alles, was geschieht, mit Weisheit wirkt?

Lies einmal Römer 8,28. Du darfst vertrauen, dass das, was in diesem Vers steht zweifellos wahr ist.