Andachten

Folgen der Vergebung in Psalm 51: Gemeinschaft (6/6)

 

„Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.“ (Ps 51,19)

David kommt nun zum Schluss seiner Auflistung der Folgen aus der erlebten Vergebung. Er weiß: Erfahrene Vergebung führt zur tiefen Ergebung!
Er ist sich dessen bewusst, dass Gott sein zerschlagenes Herz wieder annehmen wird und dass Gott ihn nicht ewig verachten wird. David kommt niedergeschmettert zu Gott, ohne eigenen Mut und Stärke. Seine gesamte Sicherheit ist dahin und gründet sich nur noch in Gottes Annahme seines Herzens.

Wie sieht diese denn aus? Die Selbstsicherheit sowie die eigene Kraft und Stärke, welche ihn angeblich bewahrte in Sünde zu fallen, wird Gott abgegeben!
Gott braucht diese nicht, sie behindern nur die Gemeinschaft.
Gelebte Gemeinschaft zu Gott heißt: Ich liefere mich aus, ohne Vorbehalt!

Die gewonnene Erfahrung der Gemeinschaft ist herausragend! Ein solch zerbrochenes Herz fördert den Umgang gleich in drei Richtungen:

1.) zu anderen Geschwistern:
Man wird barmherziger nach einem eigenen tiefen Fall, man wird geduldiger und sieht nicht mehr so schnell herab auf die Fehler des anderen und sagt nicht mehr so schnell „das war klar, dass der oder die so hart sündigt“.
2.) zu sich selbst:
Man wird wachsamer, man wird bescheidener und hält nicht mehr so dermaßen viel von sich selbst, als dass man nicht erneut in die selbige Sünde fallen kann. Der Blick auf sich selbst wird bescheidener!
3.) zu Gott:
Nach einem erlebten Fall und der Aufrichtung durch Gott wird die Abhängigkeit und die Hingabe größer. Man weiß: Ohne Gottes Geleit bin ich jeden Moment wieder in der Lage, exakt das selbe Vergehen erneut zu tun!

Möge auch unsere Gesinnung nach der erlebten Vergebung die Gemeinschaft in alle drei Richtungen fördern.
David lebte es uns vor – wer sagt, dass es bei uns nicht auch so sein wird? Gott hat sich nicht verändert, Sein Wort und Seine Prinzipien gelten auch heute noch!