Andachten

Gott will es „gut“!

Ihr zwar, ihr hattet Böses wider mich im Sinne; Gott aber hatte im Sinne, es gut zu machen, auf daß er täte, wie es an diesem Tage ist, um ein großes Volk am Leben zu erhalten.
‭‭1. Mose‬ ‭50,20‬ ‭

Wir kennen die Begebenheit alle, bei der Josefs Brüder vor Josef stehen und er sich ihnen zu erkennen gibt.
Josef sagte ihnen, dass sie nur Böses mit ihm im Sinn hatten. Sie wollte ihn los haben.
Aus menschlicher Sicht hatte Josef keine gute Zukunft vor sich als seine Brüder ihn in die Grube warfen und ihn letztendlich an eine Karawane verkauften. Er hatte keine Perspektive.
Aber Gott meinte es gut mit ihm. Gott war Herr über dem Leben Josefs und drehte die furchtbare Tat der Brüder so, dass es im Endeffekt gut war, denn er wurde zum zweithöchsten Mann in Ägypten. Gott meinte es gut mit Josef. Gott machte aus menschlichem bösem Handeln etwas Gutes.

Dies können wir auch in der Kirchengeschichte betrachten.

In der Zeit des ersten und dritten Jahrhunderts wurden die Christen vom römischen Staat stark verfolgt. Christenprozesse wurden zu öffentlichen Schauplätzen, mit der Absicht den Glauben an Christus als töricht und wahnsinnig darzustellen.
Aber Gott meine es gut mit ihnen. Die Christenprozesse wurden zu äußerst wirksamen Missionsveranstaltungen, weil diese Christen anders starben.

Wir lesen von Christen, die ihre Henker segneten, bevor dieser sie öffentlich hinrichtete.
Zudem lesen wir davon, dass ganze Amphitheater gefüllt wurden und man die Christen gegen wilde Tiere kämpfen ließ, aber Gott nutzte diese Hinrichtungen um Menschen zu sich zu ziehen, da diese Christen durch Gottes Kraft anders starben. Sie begannen nämlich im Angesicht des Todes Loblieder zu singen und konnten freudig in den Tod gehen, weil sie die lebendige Hoffnung auf ihr Erbe im Himmel hatten (1. Petrus 1,3-4). Der römische Staat wurde quasi zu einem Missionar gegen seinen Willen.

Tertullian schreibt ums Jahr 200: “Wir werden zahlreicher, sooft wir vor euch dahingemäht werden. Das Blut der Christen ist der Same der Kirche.”

 

Sowohl bei Josef als auch in der Kirchengeschichte sehen wir folgendes Phänomen: Der Mensch kann so viel Böses tun wie er will, wenn Gott will, dass es gut wird, dann wird es gut!

Möge dieser Gedanken uns heute im Alltag begleiten, dass Gott über jeder Situation steht und wir wissen dürfen, sofern wir Kinder Gottes sind, uns alle Dinge die uns heute passieren nur zum Besten dienen, auch wenn dir jemand auf Grund deines Glaubens etwas Schlechtes will (Römer 8,28).