Andachten

Die Eigenschaften Gottes: (10) Der gütige Gott

Wir möchten heute gemeinsam eine altbekannte Tatsache entdecken und uns neu an ihr erfreuen. Sie lautet: Gott ist gut. In einem tollen christlichen Film sprechen sich zwei Darsteller immer wieder folgenden Satz zu: „Gott ist gut – zu jederzeit – und zu jederzeit – ist Gott gut.“ Mögen wir diese Tatsache immer mehr schätzen lernen und ihr Glauben schenken.

Wenn wir in die Schrift blicken, so begegnet uns eine geballte Ladung von Aussagen über genau diese Tatsache. Horchen wir mal in ein paar Beispiele hinein, die von dieser Eigenschaft Gottes sprechen:

„Niemand ist gut als Gott allein“ (Lk 18,19) sagt unser Herr Jesus selbst. Die Schreiber der Psalmen bekräftigen häufig, dass Gott gut ist (z.B. Ps 100,5) und dass man ihm danken soll, weil er gütig ist (Ps 106,1). David ermutigt uns in Ps 34,9 zu schmecken und zu sehen, wie freundlich der HERR ist. Auch das Neue Testament erklärt uns, dass jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk von oben (Gott) herabkommt (Jak 1,17). Weil Gott gut ist, fordert Paulus uns dazu auf, zu entdecken, wie „der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes“ für unser Leben aussieht (Röm 12,2).

Das soll an dieser Stelle als Beweislast für diese wunderbare Tatsache, dass es einen guten Gott gibt, der lebt und uns liebt, reichen.

Anwendung

Wir möchten uns nun fragen, wie diese unumstößliche Wahrheit unser Leben beeinflussen kann.

Zum einen soll das Nachdenken über Gottes Güte uns dahin führen, darauf zu vertrauen, dass unser guter Vater im Himmel denen Gutes gibt, die ihn bitten (Mt 7,11). Es ist nicht die Zeit dazu, hier zu erklären, wie und warum denn auch die fraglichsten Umstände und Situationen gut für uns sind. Aber ich hoffe wir werden heute nochmals neu ermutigt diesen Fakt zu glauben. Wenn wir ihn bitten, dann gibt er uns vielleicht nicht das, was wir uns erhoffen, aber er gibt uns Gutes. Ist das nicht faszinierend?

Die Erkenntnis von Gottes unendlicher Güte sollte uns dann auch anspornen, in allem dankbar zu sein, was Gottes Wille für unser Leben ist (1. Thess 5,18). Das fällt wohl jedem von uns brutal schwer, daher soll uns der Gedanke an Gottes Güte behilflich sein, auch in diesem Punkt Gottes Willen zu erfüllen.

Persönlich sollten wir angesichts der Güte Gottes diese Eigenschaft unseres himmlischen Vaters nachahmen. Paulus gebietet genau das, wenn er schreibt: „So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.“ (Gal 6,10)

Und schließlich sollten wir, wenn wir uns der Güte Gottes wirklich bewusst sind, Gott zu unserem erstrebenswertesten Ziel machen. Wir sollten an diesen Punkt kommen, an dem wir mit dem Psalmisten ausrufen können: „Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil.“ (Ps 73,25-26)

Zum Abschluss möchte ich dich ermutigen, falls du es nicht längst schon getan hast, Römer 8,28 zu lesen und auswendig zu lernen. Die Wahrheit dieses Verses ist unbegreiflich schön und mutmachend.