Andachten

Halt stop, jetzt redest du?!

Siehe, ich bin zu gering, was soll ich dir antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen. Einmal hab ich geredet und will nicht mehr antworten, ein zweites Mal geredet und will’s nicht wieder tun.
Hiob 40,4.5

Der Tag ist lang und unser Mundwerk läuft schnell. Und wie schnell. Frauen sowie Männer reden täglich etwa 16.000 Worte. Du und ich, wir reden etwa 16.000 Worte pro Tag. Nun die erste Frage an dich: wie viele deiner Worte sind wohl überlegt und sinnvoll? Zweitens: wie viele dieser Worte investierst du in die Beziehung mit Gott? Drittens: wie viele Worte lässt du Gott zu dir reden?

Hiob, ein Mann geprägt von Leid und Traurigkeit, wendet sich mit vielen Worten an Gott. Er versteht die Welt nicht mehr. Sein gesamter Besitz, er ist weg. Seine Kinder, sie sind umgekommen. Hiob selbst, todkrank. Dieser Mann hat allen Grund, seine Stimme zu Gott zu erheben. So klagt Hiob Gott an, wirft ihm vor, dass Gott ihm gegenüber ungerecht gehandelt hat, da er gerecht gewandelt ist.

Doch dann spricht Gott. Nach der Klage Hiobs und den gut gemeinten Ratschlägen der Freunde Hiobs meldet sich der Schöpfer zu Wort. Die Freunde haben ihre Reden beendet und Hiob schweigt. Diese Stille nutzt Gott, um Hiob ganz persönlich anzusprechen. In diese Stille, wo keine Worte mehr gesprochen werden, spricht nun die Majestät höchstpersönlich. Es sind Worte von unglaublicher Qualität. Es sind Worte, die jeden Menschen verstummen lassen. Worte, die jeden Menschen demütigen, ganz gleich, wie der Zustand des Menschen ist.

Und Hiob? Ganz klein vor Gott sagt er nur:

Ich will meine Hand auf meinen Mund legen. Einmal hab ich geredet und will nicht mehr antworten, ein zweites Mal geredet und will’s nicht wieder tun.

Hiob hat geschwiegen. Er hat eingesehen, dass er nicht mehr reden soll. Er hat eingesehen, dass Gott an der Reihe ist, zu sprechen. Hiob schwieg, er lauschte Gottes Worten.

Wann schweigst vor Gott? Wann lauscht du Seinen Worten?