Andachten

Merkmale eines gesunden Christen: Wirksamkeit (1/10)

Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir euch erwähnen in unseren Gebeten, unablässig gedenkend eures Werkes des Glaubens. (1. Thes 1,2-3a)

In der kommenden Serie möchten wir uns zehn Merkmale eines gesunden Christen anhand des 1. Briefes an die Thessalonicher anschauen.

Diese junge, neugegründete und unerfahrene Gemeinde wird von Paulus ausgezeichnet, weil ihre aufrichtige Haltung im Christein gelebt und erkannt wurde. Schließlich kommt es darauf an: Was ist von meinem Christsein echt? Wie erkenne ich selbst, ob ich ein gesunder Christ bin? Die Thessalonicher geben hierfür einen ausgezeichneten Maßstab!

Das erste, das wir sehen können ist die Wirksamkeit der Thessalonicher.
Ein Christ wird daran erkannt, dass sich seine Ergebnisse aus seinen Taten deutlich vom Nichtchristen unterscheiden. Im griechischen steht an dieser Stelle das Wort copos für Werke geschrieben. Wörtlich heißt dies: Bemühung, Aufopferung bis zum Äußersten, hingeben bis zum Ende. Die Thessalonicher waren bekannt dafür, dass sie sich für einander zerrissen haben im Dienst füreinander! Dies können durchaus praktische Dinge wie arbeiten am Haus des anderen, füreinander einkaufen, einander pflegen, zuhören und sonstige Formen der Hingaben gewesen sein. Dafür waren sie sogar in ganz Griechenland und Mazedonien bekannt, attestiert ihnen Paulus später (V. 8).

Paulus räumt gleich mit zwei Denkfehlern auf, die die Wirksamkeit des gesunden Christen betreffen:

1. Der Glaube ist ohne Werke möglich.
Es gibt kein „ehrenamtliches“ Christsein oder so „nebenher“. Ein gesunder Christ erbringt Werke, weil sie aus dem in Gnaden gegebenen Glauben gewirkt werden. Dies ist keine fleischliche Bemühung sondern das Wirken des Heiligen Geistes im Christen. Verspürst du dieses Wirken in dir?

2. Das Leben als Christ ist locker.
Diese Ansicht widerspricht gänzlich der Idee Gottes. Weil Christen „Fremdkörper“ in einer gefallenen Welt sind, kann das Leben per se nicht locker sein. Auch wird dem Gläubigen nirgends fortwährende Gesundheit, Glück und Geld verheißen, sondern ewiges Leben bei Gott!

Die Thessalniocher haben dies in ihrem schwierigen, heidnischen Umfeld umgesetzt und wurden für ihre Wirksamkeit ausgezeichnet!
Die meisten von uns wären froh, wenn wenigstens unsere Nächsten oder die Familie sowas von uns behaupten könnte, geschweige denn der Ort, in dem wir leben.

Unser Bestreben soll es heute sein: Wo besteht Aufopferungspotenzial meinerseits für meine Mitgeschwister? Ich bin überzeugt, dass nicht nur ich beschämt bin, wenn ich mich mit Thessalonich vergleiche. Und wir sollen uns an den Thessalonichern messen! Wir haben einen guten praktischen Maßstab erhalten.

Gott öffne uns heute die Augen dafür.