Andachten

Die Eigenschaften Gottes: (13) Der gerechte Gott

Alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er. (5. Mo 32,4)

Diese Wahrheit spricht Mose am Ende seines irdischen Lebens über Gott aus. Wie kaum ein zweiter hat Mose mit Gott gelebt, mit ihm im Gebet gerungen und ihn erkannt. Wir sollten also besonders gut darauf achten, was Mose am Ende seines Lebens für eine Feststellung über Gott macht. Er sagt, dass alle Wege Gottes gerecht sind und somit Er selbst absolut gerecht ist.

Ähnliches sagt Jesaja wenn er schreibt: „Ich, der HERR rede, was recht ist, und verkündige, was richtig ist.“ (Jes 45,19)

Dass Gott gerecht ist, bedeutet nichts weniger als dass Er immer im Einklang mit dem handelt, was recht ist und dass Er letztlich der letztgültige Maßstab des Rechts und der Gerechtigkeit ist. Er selbst definiert, was gerecht ist. Wir selbst sind nicht diejenigen, die Gott beurteilen können, um dann zu sagen: „Ja Gott ist schon ziemlich gerecht, aber das und das ist vielleicht nicht ganz perfekt an ihm…“ Gott selbst gibt jegliches Recht und alle Gerechtigkeit vor.

Weil Gott gerecht ist, muss Er jeden Menschen behandeln, wie er es verdient. Gott könnte gar nicht anders, als allen Geschöpfen ihren verdienten Lohn zu geben, sonst wäre Er nicht mehr vollkommen gerecht. Wenn nun Gott definiert, dass es recht ist, dass der Lohn der Sünde der Tod ist (Rö 6,23), so muss Gott jeden, der sündigt mit dieser grauenvollen Strafe bestrafen. Es geht wirklich nicht anders. Würde Gott die Sünde nicht bestrafen, so scheint das darauf hinzudeuten, dass Er ungerecht ist und das kann nicht sein, wie nun zur Genüge betont wurde.

Keine tollen Aussichten für jemanden der schon einmal gesündigt hat. Aber das erschreckende ist: „Alle haben gesündigt…“ (Rö 3,23). Die gesamte Menschheit hat gesündigt und wenn jemand das bestreitet, so ist das trotzdem nichts wert, weil in Adam alle Menschen zu Sündern geworden sind und ihnen seine Sünde angerechnet wird (das ist eine heftige Aussage aber sie lässt sich in Rö 5,12.19 und 1. Kor 15,22 nachlesen). Somit erweitere ich meine Aussage von oben: Schreckliche Aussichten für jemanden der schon einmal gesündigt hat, also für die komplette Menschheit!

Aber gibt es nicht eine Lösung für dieses Problem? Der Psalmist in Ps 130 scheint anzudeuten, dass Gott irgendwie selbst eine Lösung für dieses Problem schafft, wenn er schreibt: „Wenn du, o HERR, Sünden anrechnest, HERR, wer kann bestehen?“. Der Psalmist weiß offenbar, dass Gott gerecht ist und dass eigentlich niemand vor Gott bestehen könnte wegen seinen Sünden. Aber der Psalmist schreibt weiter: „Aber bei dir ist die Vergebung…“. Doch wie kann bei Gott Vergebung sein? Wir müssen verstehen, dass es unmöglich sein kann, dass Gott über Sünden hinwegschaut, dass Er einfach so tut, als wären sie nie geschehen! Ihr wisst mittlerweile sehr genau, dass dieser Gedanke absurd ist.

Gott selbst gibt auf dieses Dilemma durch seinen Diener Paulus im Römerbrief die Antwort: „um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“ (Rö 3,25-26).

Gott hat das Unmögliche möglich gemacht: Uns zu vergeben und zugleich selbst gerecht zu bleiben. Weil Gott alle Sünden, also auch die, die schon Jahrtausende zuvor getan wurden, also auch die, die noch in Zukunft getan werden, von denen, die an ihn glauben (werden) auf Jesus Christus, das perfekte Opferlamm geladen hat, und uns Seine Gerechtigkeit angerechnet hat, können wir Vergebung erfahren.

Mir bleibt nichts mehr zu sagen, als dich aufzufordern diesem großartigen Gott unendlich dafür zu danken, ihm dein Leben zu Seiner Ehre hinzugeben und nie damit aufzuhören, ihn für Seine Gnade zu preisen bis in alle Ewigkeit.