Andachten

Wenn der letzte Tag anbricht

Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. (1. Thessalonicher 4,16-17)

Menschliche Worte können die Erhabenheit des Momentes, den Paulus den Paulus hier den Thessalonichern schildert nicht wirklich ausdrücken. Es wird einmal ein letzter Tag für uns Christen auf dieser Erde anbrechen. Wir werden nicht genau wissen wann dieser Tag kommt, doch häufen sich die Anzeichen für Jesu baldiges Wiederkommen. An diesem Tag wird auf einmal die Stimme des Erzengels ertönen, und die Posaune Gottes wird erschallen. Niemals zuvor hat sich solch ein Ereignis abgespielt. Der Befehlsruf ergeht und unter Posaunenschall kehrt der Sohn Gottes aus dem Himmel zurück.

Alle bereits gestorbenen Gläubigen auferstehen beim Klang seines Rufes. Wir, die wir derzeit noch auf der Erde sind, erleben endlich, worauf wir bereits unser ganzes Leben lang warten: wir werden verherrlicht, erlöst, frei gemacht von unserem Leib und erhalten endlich einen neuen, vollkommenen Leib von unserem Herrn Jesus Christus selbst. Die Christen werden entrückt in die Wolken, ihrem kommendem Herrn entgegen und werden für allezeit bei ihm sein. Unser Auge wird ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein (Hi 19,27) und er wird alle Tränen von unseren Augen abwischen. Tod, Leid, Geschrei und Schmerz werden für immer vergangen sein, denn das Erste ist vergangen (Off 21,4.5). Nachdem all dies geschehen ist, erklingt noch einmal die Stimme des Herrn der Ewigkeit, der auf dem Thron sitzt und er spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Off 21,6). Jedes Mal, wenn ich diese Worte lese, bekomme ich eine Gänsehaut angesichts der herrlichen und aufgeregten Erwartung dieses Tages.

Es ist der Höhepunkt der Schöpfung. Gott ist an seinem Ziel angekommen. Seinem Ziel, dass er seit Erschaffung dieser Welt vor Augen hatte: die Erlösung seines Eigentumsvolkes. Er hat es vollendet und macht alles neu. Er erschafft eine neue, bleibende Erde, auf der wir für immer in seiner herrlichen Gegenwart leben werden, und die in Ewigkeit nicht mehr von Sünde und Unreinheit verunreinigt werden wird.

Welch einer herrlichen Zukunft gehen wir als Kinder Gottes entgegen. Was für eine wunderbare Erwartung haben wir! Bis Jesu Tag kommen wird, sehnt die ganze Schöpfung ihn seufzend herbei und erwartet die Offenbarung der Söhne Gottes und die endgültige Erlösung derselben (Röm 8,19.20.23). Auch wenn uns noch viel Leid begegnen kann bis zu diesem Tag, so können wir doch mit Sicherheit wissen: er wird kommen. Wie sehne ich mich nach diesem Tag!