Andachten

Bessert Gottes Gericht den Gottlosen? – Oder: Warum die Hölle ewig ist.

Und in der Zeit seiner Bedrängnis, da handelte er noch treuloser gegen den Herrn, er, der König Ahas. 2. Chronik 28,22

Ahas hatte eigentlich einen vorbildlichen Hintergrund. Sein Urgroßvater Amazja, sein Großvater Usija und sein Vater Jotam, hatten gottesfürchtig regiert und Gott gab ihnen Gelingen, obwohl ihre Herrschaft nicht makellos war. Doch nun besteigt Ahas den Thron des Königreiches Juda. Mit seinen zwanzig Jahren, sollte man meinen, dass er versucht nach dem Vorbild seiner Vorfahren zu leben und nicht einen eigenen Lebensstil zu erproben. Doch Ahas wird einer der gottlosesten Könige Judas, der schlimmen Götzendienst betreibt, seine eigenen Kinder opfert und sogar den Tempel Gottes zuschließt, damit niemand darin den wahren Gott verehrt.

Gott bringt Gericht durch verschiedene Kriege über Juda. Das Nordreich Israel tötet unter Pekachs Führung 120.000 Männer aus seinem Heer und das an nur einem Tag. Die Edomiter und Philister nehmen Städte Judas ein und machen viele Gefangene. Ahas nimmt sein Geld, den Schatz des Tempel, enteignet seine Obersten und schickt alles nach Assyrien. Er bittet die damalige Großmacht um Hilfe. Doch diese stellt sich sogar gegen ihn, statt ihm zu helfen (nachzulesen in 2. Chronik 28).

Was ist Ahas‘ Reaktion in all dem Gericht, dass Gott wegen seinen schrecklichen Taten über ihn bringt? Er beginnt, den Göttern von Damaskus und Aram zu opfern, da er glaubt, dass diese ihm dann auch helfen würden – er hatte nämlich den Krieg gegen Aram verloren (28,23). Doch damit nicht genug, Ahas zerschlägt auch alle Geräte des Tempels, schließt die Tempeltüren zu und macht an jeder Ecke in Jerusalem Altäre und Anbetungshöhen für fremde Götter, um den Gott seiner Väter zu reizen (28,25).

Ahas ist ein Paradebeispiel dafür, dass Gottes Gericht und Züchtigungen einen Menschen nur bessern, wenn Gott ihm auch Gnade zur Buße und Umkehr schenkt. Ahas lebte weiter in seiner Verstockung trotz aller Schwierigkeiten, die ihm begegneten. Damit nicht genug, er trieb seine Gottlosigkeit auf die Spitze, sobald die Situation aussichtsloser wurde.

Wo Gott nicht nach seinem Gericht Buße und Umkehr wirkt, handelt der Mensch immer nur noch verderblicher! Dieses Prinzip offenbart die Geschichte Ahas sehr deutlich. Gottlose werden allein durch Gericht nicht verändert, nein, Besserung geschieht nur dort, wo Gott dem Menschen ohne dessen zutun ein neues Herz gibt, um seines Namens willen (Hes 36,22ff).

Wo dies nicht geschieht, wird Gottes Gerechtigkeit zwar durch Gericht genüge getan, der Mensch lebt jedoch weiter in Verstockung. Dies erklärt uns auch, warum die Hölle – entgegen der Lehre der katholischen Kirche – ewig ist. Die Hölle dient dazu, den Menschen für seine Rebellion gegen Gottes offenbarten Willen ewig zu bestrafen, nicht dazu, ihn zu läutern und ihn dann irgendwann zu begnadigen. Ein Prediger drückte es einmal so aus: Die Verdorbenheit des Menschen reicht so weit, dass die Menschen die Tür der Hölle vor Gottes Nase zuschlagen würden, wenn er ihnen anbieten würde, dass sie ihre Rebellion beenden und ihn anbeten sollen. Diesen Preis würde ein verdorbener Mensch niemals bezahlen wollen. Lieber bleibt er unter Gottes Gericht, als seine Rebellion zu beenden.

Was können wir aus Ahas Geschichte lernen? Zunächst einmal müssen wir unendlich dankbar sein, dass Gott uns statt Gericht seine Gnade zur Buße und Umkehr geschenkt hat. Was Gericht niemals bewirken hätte können, bewirkte Gottes Gnade in uns: unsere Erlösung! Anders als Ahas müssen wir nicht unseren Begierden folgen und unsere Gottlosigkeit auf die Spitze treiben, nein wir dürfen  auf Grund der sanften Korrekturen Gottes ein Leben in Heiligung leben. Wir müssen nicht  mehr Gottes Gericht fürchten, denn dieses bleibt den Gottlosen vorbehalten, die nicht zu ihm in Buße umkehren. Danken wir Gott heute dafür, doch appelieren wir gleichzeitig zusammem mit dem Apostel Petrus an alle Gottlosen unserer Zeit:

Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! (Apg 2,38.40b)

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