Andachten

Die Frucht des Geistes (6/9) – Güte

Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit;
‭(‭Galater‬ ‭5,22‬) ‭

Die Güte

Das Wort Güte ist von der Bedeutung her sehr ähnlich der Freundlichkeit, die wir uns letzte Woche angeschaut haben. Aber ein feiner Unterschied ist, dass die Güte auch ein strengeres Verhalten an den Tag legen kann.

Jemand hat Güte einmal als „mit allem Zubehör ausgestattete Tugend“ definiert, was einfach heißt, dass der Mensch, der sie besitzt, in jedem Lebensbereich freundlich, tüchtig und rechtschaffen ist. (William MacDonald)

Ich bin aber, meine Brüder, auch selbst betreffs euer überzeugt, daß auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, auch einander zu ermahnen.
‭‭(Römer‬ ‭15,14‬)

Paulus war sich dessen bewusst, dass die Christen in Rom voller Güte waren. Diese Gütigkeit, gepaart mit der Erkenntnis, befähigen einen dazu, andere Christen zu ermahnen wenn dies nötig ist. Hier sehen wir, dass Wahrheit und Tugend untrennlich zusammen gehören. Wir sollten unsere Geschwister nur ermahnen, wenn wir getrieben von Güte sind, also wenn wir der anderen Person nur das Beste wollen und das Leben dieser Person in einem gewissen Punkt konträr zu der Wahrheit steht. Wahre Güte schaut nicht über Sünden hinweg oder toleriert sie gar. Wir sehen das beispielsweise an Jesus, der die Eigenschaft der Güte zu 100% lebte und durch diese veranlasst, die Tempelreinigung durchführte. Gütigkeit will einer anderen Person immer nur das Beste und das merken die anderen Menschen um uns herum!

Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; denn für den Gütigen möchte vielleicht jemand zu sterben wagen.
‭‭(Römer‬ ‭5,7‬)

Paulus bringt eine interessante Hypothese bezüglich der Güte und zwar, dass die Chance höher ist, dass ein Mensch für einen gütigen Menschen sterben will, als für einen gerechten. Weil der Gerechte oft einfach nur kalt und gleichgültig im Verhalten zu anderen ist, wobei der Gütige eher warmherzig und angetrieben von der Liebe ist.

Eine kleine Klammer hierzu: Jesus starb weder für Gerechte noch für Gütige sondern er starb für durch und durch böse Menschen, er starb für uns!

 

Bitten wir doch Gott heute neu darum, dass er uns in Form des Heiligen Geistes, die Eigenschaft der Güte immer mehr in uns zum Vorschein bringt, damit wir in allem das Beste für andere wollen und auch nicht davor gescheut sind, auf Sünde hinzuweisen.

 

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