Andachten

Der Christ und der Gottlose – eine unselige Verbindung

Danach verband sich Joschafat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König von Israel. Dieser handelte gottlos. Und Eliëser, […] weissagte gegen Joschafat und sprach: Weil du dich mit Ahasja verbunden hast, wird der HERR dein Werk zerstören. Und die Schiffe wurden zertrümmert und konnten nicht nach Tarsis fahren.
2. Chronik 20,35.37

Joschafat hatte in seinem Glaubensleben große Erfolge feiern dürfen. Er folgte seinem Gott von ganzem Herzen, baute Festungen in Juda, herrschte über die Philister und hatte ein gewaltiges Heer von über 1 Million Männern. Er sandte Priester unter das Volk, die Gottes Gesetz lehrten und wies auch die Richter an, gottesfürchtig Recht zu sprechen. Gott gab Joschafat Sieg über eine riesige Heeresmacht, sodass Juda drei volle Tage die Beute einsammeln musste, weil es so viel war. Alle Nachbarvölker fürchteten sich mit großem Schrecken vor Juda, da Gott für Joschafat gekämpft hatte.

Dennoch gab es eine Sünde im Leben Joschafats, der er offensichtlich leichtfertig nachgab. Bereits früher in seinem Leben hatte er sich mit dem gottlosen König Ahab (der auch sein Schwiegervater war) verbunden, um mit ihm in den Krieg zu ziehen. Dies endete in einem Desaster. Gott schickt den Seher Jehu und tadelt Joschafat für die Einlassung mit Gottlosen Verbündeten:

Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den HERRN hassen? Darum ist auf dir der Zorn vonseiten des Herrn. 2Chr 19,2b

Gegen Ende seines Lebens wiederholt sich die Geschichte in ähnlicher Weise (obige Verse). Ahasja, der Sohn Ahabs war nicht minder gottlos und Gott tötete ihn schnell (seine Regierungszeit betrug nur zwei Jahre). Genau mit diesem Ahasja plante Joschafat ein gemeinsames Prestige-Projekt: Schiffe bauen, um nach Tarsis zu fahren (ein großer Handelsposten am anderen Ende des Mittelmeeres). Joschafat nahm es offensichtlich nicht so wichtig, mit wem er sich verband, wenn es darum ging, große Dinge zu erreichen. Mit Ahab wollte er den Krieg gegen die Aramäer gewinnen, die damalige Großmacht. Nun will er ein vermeintlich gutes Projekt durch Zusammenarbeit mit Gottlosen voranbringen: eine Handelsflotte aufbauen.

Doch beide Male stellt sich Gott gegen ihn und hier, am Ende seines Lebens, zerstört Gott Joschafats Prestige-Projekt. Gott vernichtet, was der Gerechte sich zusammen mit dem Gottlosen erarbeitet hat.

Was wir hieraus lernen können ist offensichtlich. Niemals lohnt es sich, mit Gottlosen zusammenzuarbeiten um große Dinge zu erreichen, denn wo Christen dies versuchen, haben sie den größten Gegner, den es geben kann: Gott! Er selbst ist gegen das Werk ihrer Hände, weil er unmöglich geehrt werden kann, wo Gottlose mit im Spiel sind. Diese Tatsache wirft auch einen ganz anderen Blick auf das Streben vieler Gemeinden nach Größe und großartige Prestige-Projekten. Oft ist jedes Mittel recht, um ein vermeintlich gutes Ziel zu erreichen, doch möge uns heute Joschafats Geschichte eine Warnung sein. Gott wird nicht geehrt durch die unselige Verbindung von Gottlosen und Christen – er wird seinen Segen dazu nicht geben, sondern aktiv den Niedergang des Werkes herbeiführen. Gebe Gott uns treue Herzen, dass wir uns nicht von der reizenden „Finanzkraft“, den „Marketing- und Wachstumsstrategien“ und ähnlichen „Vorzügen“ der Gottlosen täuschen lassen – Gott wünscht keine Verbindung des Christen zu irgendeinem Werk, dass dieser zusammen mit Gottlosen tun könnte. Auch wir sollten keine solche Verbindung wünschen.