Andachten

Dein König kommt … (1/24)

Passend zur Adventszeit werden in den nächsten 24 Tagen Andachten über die Geschehnisse rund um das Kommen Jesu in diese Welt erscheinen. Der König der Könige ist in diese Welt gekommen. Das wollen wir feiern und uns erneut davon begeistern lassen. Wir werden bei Matthäus 1,18 starten und enden bei Matthäus 2,23.

Mit dem Ursprung Jesu Christi verhielt es sich aber so: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Josef verlobt war, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, schwanger befunden von dem Heiligen Geist. (Mt 1,18)

Dieser Vers lässt sich direkt nach dem Stammbaum Jesu einordnen. Der Stammbaum scheint eine ganz normale Königslinie zu sein, aber bei näherem Hinsehen fällt einem auf, dass das ein ziemlich katastrophaler Stammbaum ist. Die schändlichsten Könige (Manasse, Amon) finden sich in ihm, er ist nicht mal vollständig und obendrein werden einige Frauen (sogar Heiden!) erwähnt, was für jeden Juden ein Skandal war.

Und direkt nach diesem himmelschreienden Stammbaum folgt dieser Vers. Maria ist schwanger „vom Heiligen Geist“. Jeder Außenstehende nimmt einfach nur eine voreheliche Schwangerschaft war. Eine sehr ungünstige Situation sowohl für Maria als auch für Joseph.

Maria muss schlimme Zukunftsängste gehabt haben, da ihr eine reale Gefahr der Hinrichtung drohte und sie wohl die Ehe mit Joseph nun vergessen konnte. Sie ist völlig hilflos. Josef ging es wahrscheinlich auch nicht besser, denn für ihn war der Traum eine perfekten Ehe geplatzt. Er, als königlicher Nachkomme und jüdischer Gerechter hatte nun keine Chance mehr einen legitimen Nachkommen von seiner Frau zu bekommen.

So fängt also die Geschichte von Jesu Geburt an. Ein Drama. Wie die Geschichte weitergeht folgt noch.

Jedoch können wir heute rückblickend darüber staunen, was damals geschah. Maria wurde tatsächlich vom Heiligen Geist schwanger. Heutzutage wird man von vielen kritischen Theologen verlacht, wenn man noch daran festhält, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde. Aber nur weil es nicht rational erfasst und erklärt werden kann, ist es nicht falsch. Das ist doch gerade die Eigenschaft unseres Gottes: Sollte ihm etwas unmöglich sein? (Jer 32,27)

Gott zeigt uns seine grenzenlose Macht. Kein Arzt muss erst bestätigen, dass eine Jungfrauengeburt möglich ist, um die Sache glaubwürdig zu machen. Gott ist darüber erhaben. Auf seine Allmacht ist Verlass.

Die Jungfrauengeburt ist aber nicht nur eine Frage nach Gottes Macht. Sie entscheidet in gewisser Weise auch darüber, ob wir Menschen wirklich erlöst und gerettet werden können oder nicht. Durch die Jungfrauengeburt wird bestätigt, dass Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott war. Wäre er eins davon nicht so hätte er uns niemals erlösen können.

Wäre er nur Gott, so könnte er nicht sterben und somit auch nicht für unsere Sünden büßen. Wäre er nur Mensch, wie hätte er da je wieder aus dem Grab wieder auferstehen und sich zur Rechten des Vaters setzten können? Und wie hätte er jemals die Schuld von so vielen verlorenen Sündern auf sich nehmen können?

Christus ist unsere alleinige Hoffnung. Er ist von einer Jungfrau und vom Heiligen Geist geboren worden, um uns zu erlösen. Er kam, um für seine Schafe zu sterben (Joh 10,11). Als wahrer Mensch und wahrer Gott.

Dankt ihm, preist seinen Namen (Ps 100,4).