Andachten

Dein König kommt … (6/24)

Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem, die sprachen:
‭‭(Matthäus‬ ‭2,1)‬ ‭

Jesus ist nun endlich geboren. Das Ereignis, von dem das Alte Testament durch den Propheten Jesaja uns schon berichtete (wie wir schon in den vorangegangen Versen gelesen haben) ist eingetroffen. Und wir stellen folgendes fest:

Jesu Geburt trennt die Menschen!

Wenn wir Herodes mit den Weisen vergleichen, in der Zeit bevor Jesus geboren war, dann waren sie gar nicht so verschieden. Sie lebten beide ohne Gott in der Welt und taten das, wonach es ihnen gelüstete.

Schauen wir uns diese beiden in aller Kürze an:

In der Bibel kommt der Name Herodes öfters vor, meint aber nicht immer den selben Herodes. Herodes der Große, der zur Zeit Jesu Geburt regierte, starb 4 n. Chr.
Von Herodes dem Großen wissen wir, dass er ein gewalttätiger Mensch war. An seinen Händen klebte viel Blut. Herodes war ebenfalls für Lügen und Intrigen bekannt, um dadurch seine Macht zu bewahren. Ehebruch war ihm zudem auch kein Fremdwort.

Wie aber stand es um die Weisen?
Heute hört man ja immer wieder, dass es sich hierbei um drei Könige handelte. Die Zahl drei entnimmt man daher, da die Weisen drei Geschenke den Eltern von Jesu brachten – Gold, Weihrauch und Myrrhe. Dass es sich hier nur um drei Weisen handelte, gibt der Text aber nicht her, daher können wir die genaue Zahl nicht nennen. Die Interpreataion, dass es sich bei den Magiern um drei Könige handelte, stellte der Kirchenschriftsteller Tertullian im 3. Jahrhundert nach Christus auf und die Begründung dafür war die Auswahl der Geschenke. Aber auch die Tatsache, dass es sich hier um Könige handelte, gibt der Text ebenfalls nicht her.
Aber eines Wissen wir mit Sicherheit. Die Bibel nennt sie “Magier” und sie kommen aus dem Morgenland, also aus dem Osten, da wo die Sonne augenscheinlich als erstes aufgeht. Sowohl Herodes als auch die Weisen führten ein Leben ohne Gott.

Aber wie wir später noch feststellen werden, sind die Weisen gekommen, um Jesus anzubeten – Herodes im Gegenzug will Jesus töten!

Wir können festhalten, dass es schon bei der Geburt Jesu so war, dass es Menschen gab, die Ihm nachfolgten und die, die Ihn nicht haben wollten.
Es gab Menschen, die Ihn als König anerkannten und es gab die, die sich als König über ihr eigenes Leben nicht enttrohnen wollten.

Lasst uns Folgendes mitnehmen:

In Jesus scheiden sich die Geister. Erwarte nicht, dass du, wenn du Jesus treu nachfolgst, von den Menschen um dich herum Applaus dafür bekommst. Denn selbst als Jesus ein winzig kleines Baby war, trennte Er die Menschen. Wie viel mehr heute, die wir wissen, dass Jesus für uns gestorben ist?!