Andachten

Dein König kommt … (15/24)

Sie aber, als sie den König gehört hatten, zogen hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er kam und oben über dem Orte stand, wo das Kindlein war. Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude. (Matthäus 2,9.10)

Als die Magier die heuchlerischen Worte des Königs hörten, waren sie so weise, „hinzuziehen“ und diese abscheuliche Gemeinschaft zu verlassen. Sie trafen keine Übereinkunft mit ihm, der nur Böses im Sinn hatte. Sie gingen ihren Weg. Sie folgten dem Stern und nicht dem „Rat der Gottlosen“.

Möglicherweise war dieser Stern ein Meteor oder eine besondere Sternenkonstellation, die ein so helles Licht erzeugte. Jedenfalls war es etwas höchst außergewöhnliches. Ebenso außergewöhnlich sind Zeichen oder Wunder, die der Herr vielleicht in unserem Leben schenkt um uns zu führen oder um uns seine Macht und Herrlichkeit zu zeigen. Wir sind nicht in der Position, diese einzufordern. Und wir haben auch keinen Grund mehr, nach besonderen Zeichen zu suchen und Gott auf diese Weise herauszufordern, denn Gott hat uns etwas gegeben, um uns recht zu führen und etwas, woran wir uns erfreuen können – sein vollkommenes Wort. In Psalm 19,7.8 heißt es: „Das Gesetz Jahwes ist vollkommen; es gibt der Seele neue Kraft. Das Zeugnis Jahwes ist verlässlich; es macht den Einfältigen klug. Die Befehle Jahwes sind richtig; sie erfreuen das Herz. Das Gebot Jahwes ist ganz rein; es schenkt einen klaren Blick.“ Freuen wir uns doch auch mit großer Freude über Gottes Wort wie die Magier sich über den Stern freuten, denn Gott führt die Seinen.

So wie der Stern führt uns auch Gottes Wort zum selben Ziel: Christus. Beten wir darum, dass Gott alles tut, um uns näher zu Christus zu führen. Unsere Freude an Christus ist leider oft nicht so groß und bedarf des göttlichen Augenöffnens. Aber auch unsere Verantwortung ist es, uns aus dem Rat der Gottlosen zu entziehen und uns auf den Weg zu Christus zu machen, so wie diese Magier es taten. Und das jeden Tag neu, mit einem ungeteilten Herzen und ganzer Hingabe.