Andachten

Dein König kommt … (21/24)

Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, der spricht:  „Eine Stimme ist in Rama gehört worden, viel Jammern, Weinen und Klagen; Rahel beweint ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind. (Mt 2,17-18)

„Da wurde erfüllt…“. Diese Formulierung ist uns so oder in ähnlicher Form schon mal begegnet und wird auch noch häufiger vorkommen. Jesus wird viele alttestamentliche Verheißungen erfüllen. Hier stammt die Voraussage aus Jer 31,15. Es ist schon spannend, wenn man bedenkt, dass Jeremia von ca. 627 v.Chr. bis 560 n.Chr. gelebt hat und damals schon diese genaue Vorhersage tätigen konnte, die sich Jahrhunderte später exakt so erfüllt.

Woher wusste Jeremia das? Konnte er so weit vorausblicken und durch logisches Denken auf diese Tatsache schließen? Mitnichten. Petrus erklärt uns wie Jeremia (auch andere Propheten) so eine genaue Prophezeiung machen konnte: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ (2. Petr 1,21).

Das macht uns eine Sache deutlich: Der Vater bestimmt alles vorher, was kommen soll. Er ahnt es nicht nur, er muss nicht spekulieren, er lässt es nicht mal bloß zu, sondern er wirkt alles nach dem Ratschluss Seines Willens (Eph 1,11).

„Ja, ich habe es gesagt, ich führe es auch herbei; ich habe es geplant, und ich vollbringe es auch.“ (Jes 46,11b). Wir können tatsächlich ganz gelassen sein, weil Gott über allem thront und es nichts in dieser Welt gibt, was Gott irgendwie hindern würde, seinen weisen Plan durchzusetzen.

Wir können uns fragen, ob dieser Kindermord wirklich sein musste. Kann ein liebender Gott so etwas Grausames nicht verhindern? Mussten denn wirklich so viele unschuldige Kinder sterben? Ich will nicht Gottes Anwalt spielen, aber letztendlich ist Er der Töpfer (Röm 9,21). Was Gott wann und wie tut, ist Seine Sache. Er darf tun, was ihm wohlgefällt.

Ich möchte mal die Behauptung aufstellen, dass Gott das Recht dazu hätte ein fieser Sadist zu sein. Was sollten wir ihm schon entgegnen? Wir als Kreaturen, Geschöpfe Gottes, Staub von der Erde haben Gott doch nichts vorzuschreiben.

Nun offenbart sich uns Gott aber definitv nicht als fieser Sadist. Nein, er offenbart sich als Gott der Gerechtigkeit (Ps 103,6), der seine Kinder liebt (1. Joh 3,1) und der weise ist (Röm 16,27). Faszinierend, dass wir mit diesem Gott leben dürfen, der alles perfekt plant und immer zu seinem Ziel kommt.

Lasst uns doch all seinen Verheißungen tiefstes Vertrauen schenken. Auf ihn ist ja Verlass.

Ihm die Ehre.