Andachten

Dein König kommt … (24/24)

Als er aber hörte, dass Archelaus in Judäa König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und im Traum empfing er einen Befehl und zog ins galiläische Land und kam und wohnte in einer Stadt mit Namen Nazareth, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazoräer heißen.
(Matthäus 2,22-23)

 

Wie wir gestern auch schon gesehen haben, ist Josef mit seiner Familie auf dem Weg wieder zurück nach Israel. Auf dem Weg dorthin erfährt er, dass nun Archelaus, der Sohn von Herodes dem Großen, König ist. Da bekam es Josef mit der Angst zu tun, obwohl Gott ihm durch den Engel sagte, dass die, die seinen Sohn töten wollten, nicht mehr am Leben sind. Trotzdem überkam ihn die Angst, denn Archelaus war wie sein Vater für seine extreme Brutalität bekannt. Beispielsweise ließ er auf Grund eines Aufstandes der Priester im Tempel, dreitausend Juden ermorden. Josef hatte offensichtlich genau über diesen Archelaus bescheid gewusst.

Soviel zu den damaligen Umständen. Es soll heute viel mehr um die unfassbare Schönheit der Prophetie gehen, die sich mit dem Umzug nach Nazareth erfüllte.

Josef bekommt den Befehl, dass er nach Nazareth gehen soll, damit sich die Prophetie erfüllt: “Er soll Nazaräer heißen”. Wenn wir diese Prophetie im AT suchen, werden wir sie vergeblich suchen. Diese Prophetie ist in dem von Matthäus verwendeten Wortlaut nicht zu finden. Was ist aber dann damit gemeint?

Vorab müssen wir wissen, dass Nazareth als der verachteteste Ort in Israel galt. Denn er lag zum einen in Galiläa, einem Landstrich, der von den Leuten aus Judäa verachtet wurde. Zum anderen schauten die Galiläer sogar selber auf Nazareth herab. Denn wir wissen von Nathanael, dem Galiläer, der von Jesus selbst ein wunderbares Zeugnis ausgestellt bekam: “Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist” (Joh 1,47), dass er sagte: “Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?” (Joh 1,46)

Selbst für den treuen Nachfolger Nathanael galt dieser Ort als verachtenswert. Somit können wir für den Begriff “Nazaräer” das Synonym “Verachteter” verwenden. Mit diesem Verständnis der damaligen Zeit über Nazareth, lässt sich diese Prophetie durchaus im AT finden.

Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.                                                                                                                   (Jesaja 53,3)

Im Alten Testament wurde Jesus von Jesaja als Verachteter beschrieben. Ganz im Sinne von Nazareth. Nazareth galt in seiner Umgebung auch nichts. Die Orte drum herum hielten sich alle für etwas Besseres!

Wir feiern heute die Geburt Jesu. Er, der Sohn Gottes kam auf die Welt, als einer, der von den Menschen verachtet wurde. Der, der in der wunderbaren Herrlichkeit bei seinem Vater lebte, gab diese auf um auf die Welt zu kommen, damit Er für uns stirbt.

Das lässt sich eigentlich nicht in Worte fassen, was unser großer Gott Jesus für uns getan hat.

Er kommt auf diese Welt, damit er für uns elende Menschen, die wir nichts als Verachtung für Ihn übrig hatten, stirbt.

Ist er es nicht wert, dass wir ganz besonders heute, an dem Tag seiner Geburt, auf die Knie fallen und Ihm dafür Dank, Lob und Anbetung bringen? Er hat es verdient!

Vielen Dank Herr Jesus, dass du auf die Welt kamst und trotz all der Leiden die WIR Dir bereitetet haben, dennoch ans Kreuz gingst, um für uns den Sieg über die Sünde zu erringen!

Vielen DANK!