Andachten

(1/8) – Glückselig die geistlich Armen

Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
‭‭(Matthäus‬ ‭5,3‬)

Jeder Mensch ist im Grunde sein ganzes Lebens lang nur auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit. Daher ist sein gesamtes Tun und Sinnen darauf aus, dass er Zufriedenheit und Erfüllung in seinem Leben erfährt.

Aber diese Zufriedenheit ist leider immer nur von kurzer Dauer. Sie hält nicht lange an. Sie ist wie eine Seifenblase, die sehr schnell von alleine anfängt zu platzen. Und dann gilt es eine neue Seifenblase zu erstellen, damit man sich wieder einen kurzen Moment an ihr erfreuen kann, bis sie erneut anfängt zu platzen.

In den nächsten Wochen wollen wir uns einen Abschnitt aus der bekanntesten, längsten und vielleicht einflussreichsten Predigt anschauen, die jemals gehalten wurde. Es ist die Bergpredigt, die Jesus Christus höchstpersönlich gehalten hat.

Jesus beginnt in seiner Predigt damit, dass er seinen Zuhörer aufzeigt, wie ein wirklich glückliches Leben aussieht. Wie kann ein Mensch wahres Glück erfahren?

Wir werden in den nächsten Wochen merken, wenn wir Jesu Worte betrachten, dass Jesu beschriebener Weg zu wahrem Glück völlig konträr zu dem Weg ist, auf dem die Welt versucht ihr Glück zu finden.

Glückselig sind die geistlich Armen

Jesus beginnt damit, den Menschen erstmals zu erklären, dass nur der glücklich sein kann, der seinen ärmlichen Zustand vor Gott erkennt. Zudem wird auch nur der ins Reich der Himmel kommen der erkennt, wie arm er ist.

Wir Menschen müssen durch Gottes Gnade erkennen, dass wir geistlich gesehen Gott absolut nichts bringen können. Wir sind total arm vor Gott. Wir haben nichts, was wir Gott geben könnten, um uns das Reich der Himmel zu verdienen. Wir sind wie Bettler, die am Straßenrand sitzen und hoffen müssen, dass jemand vorbei kommt und uns beschenkt.

Wenn wir diesen ärmlichen Zustand erkannt haben und dann aufrichtig Gott bitten, dass er uns doch aus diesem elendigen Zustand befreien soll, wird er es tun. Und du wirst reichlich beschenkt mit dem ewigen Leben bei Gott.

Ach, mögen wir doch tagtäglich neu unseren ärmlichen Zustand erkennen und uns immer wieder neu in die Abhängigkeit unseres großen Gottes begeben und seine reichlichen Segnungen in Anspruch nehmen, denn das gibt wahre Freude.

Wirkliche Freude findet nur der, der erkennt, dass er nur ein armer bedürftiger Mensch ist, der alles aus der Hand seines Vaters nehmen muss, weil in Gott die ganze Fülle ist.