Andachten

Diener des besten Herrn (3): Die Hoffnung des Dieners

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach! Und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, so wird der Vater ihn ehren.

Johannes 12,24-26

Vielen Menschen fällt es schwer, sich wirklich für andere aufzuopfern. Die Frage „Was ist dabei für mich drinnen?“, kennen wir nur zu gut, oft auch aus eigener Erfahrung. Ein Christ jedoch, der auf Jesu Reden hört, muss zwangsläufig eine andere Einstellung zu Dienst und Aufopferung haben. In unserem heutigen Abschnitt sehen wir, dass es eine große Hoffnung für den wahren Diener Jesu gibt: Das eigene Leben zu verlieren, um ein wahres, echtes und ewiges Leben zu erlangen.
Schauen wir uns den Abschnitt genauer an. Jesus vergleicht unseren Dienst bzw. die Hingabe unseres Lebens mit einem Weizenkorn. Nur wenn das Korn den vorgesehenen Weg des Sterbens geht, kann neue und vermehrte Frucht entstehen. Aus dem Tod entsteht neues und reicheres Leben. Jesus erklärt uns als seinen Nachfolgern, dass wir unser Leben verlieren müssen (d.h. hingeben, aufgeben, aufopfern im Dienst für Christus), um wirkliches Leben zu gewinnen.

Worin besteht nun laut Jesus unser Dienst? Ganz einfach: Folge Christus nach! Nur in dem Maße, wie du Christus folgst, wirst du dich als nützlicher Diener Gottes erweisen. Christus folgen ist nicht nur schwierig, nein, aus uns heraus ist es unmöglich, denn Christus folgen heißt, unser ganzes Leben aufzugeben. Christus folgen heißt alles Vergängliche loszulassen und das mein Leben aufzugeben, damit ich wirkliches Leben bekomme. Hört sich das nicht toll an? Für unsere menschliche Natur sind dies zunächst auf keinen Fall schöne Aussichten. Leiden, Selbstverleugnung, Sterben… an anderen mögen wir einiges davon bewundern, doch wir selbst machen am liebsten einen großen Bogen um alles, was im entferntesten mit Leid zu tun hat.

Ein Ungläubiger kann nicht verstehen, wieso Christen zu einem Leben der Selbstverleugnung und Hingabe bereit sind, ohne eine sichtbare Gegenleistung zu erhalten. Wir jedoch, als Jesu Nachfolger, sehen 4 wunderbare Verheißungen in diesen Versen, die uns Hoffnung geben.
1)  Durch die Hingabe unseres Lebens bewahren wir unser Leben zum Ewigen Leben. Wir warten auf die Ewigkeit. Eine Ewigkeit, die an Herrlichkeit alles bei weitem übertrifft, was wir hier auf Erden ohne Selbstverleugnung und tägliches Sterben erfahren könnten.

2) Wo Jesus ist, da wird auch sein Diener bzw. Nachfolger sein. Dies ist in einem zweifachen Sinn wahr. Wenn du Christus folgst, dann wirst du schon auf dieser Erde immer dort sein, wo Christus ist (damit meine ich nicht, dass Christus nicht immer bei uns ist, sondern, dass ein gehorsamer Diener Jesu vollmächtiges Wirken viel deutlicher erlebt, als ein nachlässiger Gläubiger). Außerdem werden wir einmal bei Jesus in der Herrlichkeit sein und umgestaltet werden in sein Wesen.

3) Wer Christus dient, wird von Gott dem Vater geehrt werden! Was für ein unfassbares Vorrecht. Gott, der unendliche, allmächtige, allein heilige und allwissende Vater – ehrt dich! Obwohl Gott am besten weiß, das wir keine nützliche und gute Tat aus eigener Kraft vollbringen, sondern stets aus seiner Kraft wirken müssen, will er uns ehren, wenn wir Christus dienen. Christus ist es in Ewigkeit wert, dass wir ihm dienen. Diese Tatsache ist so gewaltig, dass Gott sogar Menschen ehren wird, die Christus dienen.
4) Als letztes möchte ich auf die Frucht eingehen. Unser hingegebenes Leben wird Frucht bringen. Unser Sterben (tägliche Selbstverleugnung oder auch der buchstäbliche Tod für Jesus) trägt die Verheißung großer Frucht. Warum stelle ich diesen Punkt an das Ende? Nun, durch unser Fruchtbringen verherrlichen wir Gott. Jesus sagt selbst in Johannes 15,8:
Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet. 
Ist dies nicht Motivation genug, unser Leben neu hinzugeben? Sollten wir nicht dem dienen, der es wert ist, in Ewigkeit geehrt und gepriesen zu werden? Ich hoffe du hast bereits die Gesinnung eines Dieners und lebst dein Leben allein zur Ehre Gottes. Jedes andere Leben ist eine erbärmliche Verschwendung.
Soli Deo Gloria!