Andachten

Satans List der Verführung – Schwäche ausnutzen (2/6)

Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der
Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich
gesagt: (…) (1. Mo-3,1a)

Satans zweiter Kunstgriff ist ein ganz hinterhältiger. Er nutzt Evas Schwäche aus und macht sich an sie ran! Ganz bewusst passt Satan Eva ab, weil sie die Wesenszüge der Geschöpfe Gottes kannte. Ich möchte nicht behaupten, dass die Schlange bei Adam erfolglos gewesen wäre, doch hat es gute Gründe, dass gerade Eva listig angegangen wird:

1. Eva ist gemäß 1.Pet 3,7 das schwächere Gefäß, dafür kann sie jedoch nichts.
2. Eva war wohl allein, Adam wird erst später erwähnt, der dann bei ihr stand.
3. Eva war beim Verbot des Konsums der Früchte des Baumes noch nicht erschaffen
(1. Mo 2,17). Sie hörte somit nicht live, als Gott das Verbot aussprach und war somit anfälliger für Satans Taktik.

Auch heute geht Satan die Kinder Gottes so an: Er tastet sich an diejenigen heran, welche eine leichtere Beute sind. An diejenigen, welche Gottes Wort nicht gut kennen, lediglich „Kinderstundentheologie“ besitzen, welche sich im Umgang mit der Bibel eher selber verletzen als wirksam zuzuschlagen, welche, die die Gottesdienste kaum/unregelmäßig besuchen.
Die Gemeinschaft mit Gläubigen ist enorm wichtig, um gegen Satan gewappnet zu sein! Wo sonst wird man behutsam korrigiert und in Gottes Wahrheiten intensiv unterwiesen? Diese Mittel sind elementar wichtig, um keine leichte Beute für den umherschleichenden Löwen zu sein, der verschlingen will (1.Pet 5,8)

Der Kriegsstratege Sunzi schrieb in seinem Buch „Kunst des Krieges“:
„Im Krieg ist es zu vermeiden das anzugreifen was stark ist, sondern das was schwach ist. Nutze das Unvorbereitetsein deines Gegners, nimm unerwartete Wege, greife ihn dort an, wo er keine Vorsichtsmaßnahme getroffen hat.“

Nicht erst Sunzi ging 540 v. Chr. so vor – Satan tat es seit Anbeginn der Welt!

Christen müssen theologisch stark ausgerüstet sein. So widerstehen sie den Angriffen Satans und stellen sich nicht als billiges, leichtgefundenes Fressen dar.
Ein dummes Zitat lautet: „Theologie trennt – Liebe vereint“
Dies wird häufig dann verwendet, wenn man lieber Kuschel-Gottesdienste ohne herausfordernde Lehre gebrauchen will, um somit möglichst viele beieinander zu halten und den Eventcharakter zu unterstreichen.
2. Pet 1,3 zeigt uns jedoch auf, dass die Erkenntnis Gottes erst zu einem wohlgefälligen Wandel – und somit auch zu echter Liebe führt.

Lasst uns nicht müde werden, die Gemeinschaft und die wahre Lehre von Gott (Theologie) zu genießen, um nicht als weicher Schwächling Satan ausgeliefert zu sein.