Andachten

Satans List der Verführung: Verdrehung (3/6)

 

„Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der
Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich
gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baum des Gartens?“ (1. Mo 3,1)

Im dritten Akt der List Satans gegenüber  Eva, steht das Wort Gottes im Mittelpunkt. Nun geht die Schlange auf die erschaffenen Dinge ein. Was gibt es nicht alles für prächtige Dinge zu bestaunen!? Saftige Früchte, farbenfrohe Blumen und Pflanzen, knackiges Gemüse und die Tiere erst! Man könnte gar nicht aufhören von deren Vielfalt und Schönheit zu schwärmen!
Doch was macht die Schlange? Sie lenkt den Blick nicht auf die ganze Vielfalt und Pracht des Gartens, sondern auf den Baum der als einziger verboten wurde! Gottes große Freiheit wird nun wie ein enges Gefängnis dargestellt, indem die ganze Freiheit klein – und das Verbot ganz groß gemacht wird! Alles Schöne, Herrliche und Bewundernswerte wird aus dem Blick geworfen – und hin auf ein Verbot gelenkt.

Adam und Eva hatten alle Freiheiten im Garten Eden und dennoch gaukelt der Teufel ihnen Gottes Zurückhaltung vor, als ob Gott ihnen nicht alles gönnen möchte.
Im Grunde lenkt Satan den Blick von Gottes Ehre nun auf Evas Ehre um.

Ähnlich gehts auch uns Menschen: Wieso darf ich nur eine Frau haben? Warum darf ich nicht trinken und konsumieren wieviel und was ich will? Warum gibt es soviele Ordnungen die mich „einengen“?

So denken viele fleischliche Menschen. Satan lenkt ihren Blick vom Genuss von der einen Frau hin auf alle anderen Frauen. Ebenso wird der Blick über alle möglichen uns zur Verfügung stehenden Genussmittel hin auf verbotene und schädliche gelenkt.

Doch Gott ist kein Gott des Verbots oder der Beschränkung – im Gegenteil! Er ist ein Gott der uns auch genießen und lassen möchte! Salomo berichtete einst umfangreich davon. Hier nur ein kleiner Auszug:
Erfreue dich an der Frau deiner Jugend. (Spr 5,18b)

Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, das er dir unter der Sonne gegeben hat, all deine nichtigen Tage hindurch! Denn das ist dein Anteil am Leben und an deinem Mühen, womit du dich abmühst unter der Sonne. (Pred 9,9)

Und ich pries die Freude, weil es für den Menschen nichts Besseres unter der Sonne gibt, als zu essen und zu trinken und sich zu freuen. (Pred 8,15)

Gott erlaubt uns Genuss in vollen Zügen in einem oordentlichen Rahmen. Somit sind unsere Blicke nach mehr, nach Schönerem, angeblich besseren Ablenkungsversuche von der Freiheit die wir von Gott bekommen haben!

Wenn wir anfangen Gottes Richtlinien und seine Gebote als Leitplanken für unser Leben zu betrachten, dann erkennen und schätzen wir dieses Geschenk Gottes umso mehr!

Dann ist die „Leitplanke Ehefrau“ kein schlimmes Los, weil ich nicht ungezügel Sex ausleben kann, sondern ein Schutz vor Krankheit, Alimente und innerer Leere.
Die „Leitplanke Konsum“ ist ebenso nichts verkehrtes, weil man nicht ungehemmt saufen und rauchen kann, sondern ist die Bewahrung vor Abhängigkeit und ggf. damit verbundenen Krankheiten und Jobverlust.
Die „Leitplanke sauberer Gelderwerb“ ist auch nichts prüdes, weil ich Casinos und Spielhöllen vermeide, sondern Bewahrung vor Bankrott und einer unkontrollierbaren Gebundenheit, welche schon zahlreiches Elend und Verderb in Familien hinein brachte!

Fällst du noch auf die Verdrehung der Richtlinien Gottes herein oder erkennst du Gottes „Leitplanken“ als heiligen Schutz für dein Leben?