Andachten

Meide schlechte Gefährten

Mein Sohn, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht.  Wenn sie sagen: »Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern und den Unschuldigen nachstellen ohne Grund; wir wollen sie verschlingen wie das Totenreich die Lebendigen, und die Frommen sollen sein wie die, welche hinunter in die Grube fahren; wir wollen kostbares Gut finden, wir wollen unsre Häuser mit Raub füllen; wage es mit uns! Einen Beutel nur soll es für uns alle geben« mein Sohn, wandle den Weg nicht mit ihnen, halte deinen Fuß fern von ihrem Pfad; denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen. Denn es ist vergeblich, das Netz auszuspannen vor den Augen der Vögel. Sie aber lauern ihrem eigenen Blut auf und trachten einander nach dem Leben. So geht es allen, die nach unrechtem Gewinn trachten; er nimmt ihnen das Leben. (Sprüche 1,10-19)

Der Inhalt dieser Lektion, die ein Vater seinen Sohn, bzw. einen Lehrer seinen Schüler lehrt, ist eine Warnung – eine Warnung davor, mit Gottlosen gemeinsame Sache zu machen. Die hier beschriebenen “bösen Buben” waren eine Räuberbande, die organisierte Verbrechen durchführten. Offensichtlich waren sie durchtrieben und boshaft, dass sie nicht davor zurück schreckten, Menschen kaltblütig umzubringen, um an ihre Beute zu gelangen. Heutzutage gibt es in unserer zivilisierten Gesellschaft nur wenig Möglichkeiten für den Durchschnittsmenschen, sich solchen grausamen Menschen anzuschließen, doch was die Räuberbande von damals und die Gottlosen von heute verbindet, ist ihr sündiges Denken und Handeln. Heute sind es vielleicht weniger Raubmörder, aber dafür mehr Trinker, Partygänger, Ehebrecher, Karrieremenschen, die nichts als ihr eigenes Wohl im Sinn haben und viele andere Sorten von Gefährten, die es zu meiden gilt, die jedoch jeder in seinem Umfeld hat. Ich glaube nicht, dass diese Verse uns sagen wollen, dass wir jeden Kontakt mit Gottlosen Menschen meiden sollen, dass wäre auch schwer möglich, insb. wenn man Jesu Missionsbefehl nachkommen will. Vielmehr sollen wir vermeiden, ihre Art zu denken übernehmen und Teil ihres sündigen Handelns werden. Habgier, Bosheit, Neid, Hass, Betrug, Verleumdung, die Verachtung Gottes und der Wunsch zu seiner eigenen Ehre zu leben als zu Gottes Ehre, Hochmut, Ungehorsam den Eltern gegenüber, Treulosigkeit (sehr deutlich erkennbar, an der Art, wie die meisten Nichtchristen Beziehungen leben), Lieblosigkeit und viele andere Dinge sind charakteristisch für einen gottlosen Lebenswandel – doch genau davon möchten sich die fernhalten, die Gott wohlgefällig leben wollen. Es ist natürlich nicht so, dass diese Dinge im Leben von Christen nicht zu finden wären, aber es muss das Bestreben eines jeden Christen sein, sich davon fernzuhalten und das erfordert auch die Bereitschaft, gewisse Beziehungen zu manchen Menschen einzuschränken oder ganz sein zu lassen. “Falsche Freunde” ist ein allseits bekannter Grund, für das Abdriften in die Gottlosigkeit, da spricht die Erfahrung vieler Eltern Bände. Achten wir in den nächsten Tagen mal besonders darauf, wie Menschen in unserem Umfeld unser Denken zum Negativen beeinflussen und fragen wir uns, wie wir dem entgegenwirken können. Als solche die zu einem absolut heiligen Lebenswandel berufen sind, darf keine Beziehung, die uns dabei hindern könnte, einen zu hohen Stellenwert in unserem Leben einnehmen. Achten wir vielmehr darauf, dass wir diejenigen sind, die das Denken der anderen zum Positiven beeinflussen, sodass Gott auch von ihnen gepriesen wird, weil er allein würdig ist, Lob und Ehre zu empfangen.

Die Sprüche (3/100)